Fernsehshow

Mit dem Kettcar auf dem Nürburgring

Rennsimulator, Karts und besondere Herausforderungen erwarten den 13-jährigen Luis Meierhöfer aus Fürth bei der TV-Sendung "Tigerentenclub Triple Clash" des SWR. Im Februar war bei einer Aufzeichnung dabei und wetteiferte mit seinem Kumpel Alessio gegen den Moderator Johannes Zenglein.

Alessio und Luis posieren mit Moderator Johannes Zenglein: Die beiden wetteifern mit Zenglein um den Sieg in der Fernsehsendung "Tigerenten Club Triple Clash" in Disziplinen rund um das Thema Formel 1. Foto: SWR
Alessio und Luis posieren mit Moderator Johannes Zenglein: Die beiden wetteifern mit Zenglein um den Sieg in der Fernsehsendung "Tigerenten Club Triple Clash" in Disziplinen rund um das Thema Formel 1.

Luis Meierhöfer blickt verbissen auf den Countdown, der langsam von drei herunterzählt. Das Startsignal ertönt – prompt drückt der 13-Jährige mit voller Kraft das Gaspedal durch. Luis sitzt in einem schwarz-roten Kart. Seine Aufgabe ist nicht nur, als Erster das Ziel zu erreichen. Sondern dabei auch noch einen Ball über die Linie zu führen. Der Jugendliche lenkt ihn mit dem Außenriss des Fahrzeugs geschickt durch die Kurven und schafft es schließlich mit einigem Vorsprung ins Ziel.

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Es war nur eine der Herausforderungen, denen sich der 13-Jährige aus Lörzenbach zusammen mit seinem Team-Kollegen Alessio Cottone bei der SWR-Fernsehshow „Tigerenten Club Triple Clash“ stellen musste. Im Februar waren sie bei einer Aufzeichnung des Formats dabei und wetteiferten mit dem „Tigerenten“-Moderator Johannes Zenglein in Disziplinen rund um das Thema Formel 1 um den Sieg. Eigentlich wäre noch ein dritter Jugendlicher mit von der Partie gewesen. Doch hatte sich Marco Mingolla einen Tag vor Drehbeginn den Arm im Fußballtraining gebrochen.

Schnelligkeit und Zeitgefühl

Im Gespräch mit der Redaktion berichtete Luis über seine Erfahrungen bei „Triple Clash“. Auf dem Nürburgring wurden ihm und Alessio vier Aufgaben gestellt. Dabei konnten die Kontrahenten jeweils ein sogenanntes Upgrade gewinnen, das im großen Finale einen Vorteil verschaffen sollte.

Beim „Tempo Triple“ (dt. Tempo Dreifach) ging es in drei Spielen um Schnelligkeit, Zeitgefühl und Geschicklichkeit auf einer Kartbahn. Zunächst fuhr Zenglein gegen Alessio um die Wette. Dann mussten Luis und der Moderator nach möglichst genau 45 Sekunden ins Ziel einfahren. Abschließend balancierten Luis und Zenglein einen Ball mithilfe ihres Karts ins Ziel. Knapp konnten die Jungs Gleichstand mit Zenglein erreichen, Luis hatte beim letzten Spiel die entscheidenden Punkte geholt.

Kopf an Kopf

In der nächsten Kategorie „Pole-Position“ (Name für den besten Startplatz bei einem Autorennen) wurde das Formel-1-Wissen getestet. Luis und Alessio gingen zunächst in Führung. Moderator Zenglein holte jedoch schnell auf, sodass auch das zweite Spiel unentschieden endete.

Im großen Finale "Pedal for the Medal" (dt. Pedal für die Medaille) kämpfen Luis und Alessio gegen den Moderator Johannes Zenglein um den Sieg. Foto: SWR
Im großen Finale "Pedal for the Medal" (dt. Pedal für die Medaille) kämpfen Luis und Alessio gegen den Moderator Johannes Zenglein um den Sieg.

Weiter ging es mit dem „Boxen- Battle“ (dt. Boxenkampf), bei dem die Teams einen Radwechsel an einem echten Formel-1-Auto durchführen mussten. „Diese Challenge fand ich besonders schwer, weil ich noch nie mit solchen Werkzeugen gearbeitet habe“, berichtete Luis. Moderator Zenglein gewann den Wettkampf und konnte sich so das Upgrade sichern – zunächst. Denn im nächsten Wettkampf verlor er es gleich wieder: Beim „Ring Race“ (dt. Ringrennen) wurde ein virtuelles Rennen auf dem Nürburgring ausgefochten. Mit Erfolg für Alessio und Luis, die den Moderator hinter sich zurückließen und die Herausforderung für sich entschieden. „Das hat auch sehr viel Spaß gemacht“, erzählte Luis. Das große Finale „Pedal for the Medal“ (dt. Treten für die Medaille) fand dann auf dem echten Nürburgring statt. Die Teilnehmer mussten mit einem Kettcar einen Parcours mit verschiedenen Hindernissen durchfahren. Dabei wurde es noch mal spannend. Am Ende ging Zenglein als Sieger hervor. „Natürlich haben wir uns nach der Niederlage nicht gut gefühlt, weil wir Johannes eigentlich besiegen wollten“, sagte Luis im Nachhinein. „Normalerweise wären wir ja auch zu dritt gewesen.“

Am Samstag, 11. März, schaute sich Luis die TV-Premiere im Kinderkanal (KiKA) des SWR zusammen mit seiner Familie an. „Es war schon ungewohnt, sich selbst im Fernsehen zu sehen. Meine Freunde haben die Folge auch geschaut und fanden es cool, dass ich bei der Sendung mitgemacht habe“, sagte Luis. Auch Marco Mingolla fieberte mit.

Der Jugendliche, der aufgrund seiner Verletzung nicht dabei sein konnte, hatte Luis und Alessio ermutigt, sich gemeinsam bei „Triple Clash“ zu bewerben. Dafür reichten sie ein Video ein, in dem alle die gleichen Klamotten trugen und ihre Siegessicherheit lautstark zum Ausdruck brachten. Schon bald darauf erhielten sie eine Zusage. Welche Aufgaben die Jungs bei der Sendung zu bewältigen hatten, erfuhren sie jedoch erst bei Drehbeginn.

Zwei Tage wurde insgesamt gefilmt. Alessio und Luis hatten dafür sogar schulfrei bekommen. „Es war wirklich eine coole Erfahrung. Vor allem, weil wir an Orten waren, die wir sonst nicht zu sehen bekommen – eine echte Rennbahn zum Beispiel“, sagte Luis.

Abhängen in der VIP-Lounge

Während der Dreharbeiten gab es für die jungen Teilnehmer reichlich Pausen, die sie zusammen mit ihrer Betreuerin und dem Moderator in der VIP-Lounge des Nürburgrings verbrachten. „Wir haben dann immer zusammen mit Johannes gerätselt, was die nächste Aufgabe sein könnte und wie wir die vorherigen fanden“, berichtete Luis. Autorennen und Formel 1 zählen eigentlich gar nicht zu Luis’ Leidenschaften. In seiner Freizeit gibt es nur ein zentrales Thema: Fußball. Drei bis vier Mal in der Woche trainiert er beim SV Waldhof Mannheim. Gerne würde er einmal sein Hobby zum Beruf machen und Profifußballer werden. Der inzwischen 14-Jährige könnte sich auch vorstellen, noch mal im Fernsehen aufzutreten: „Am liebsten jedoch wieder gemeinsam mit meinen Freunden.“