Kampf gegen den Drogenhandel

Ecuador: Polizei sichert in zwei Razzien 2,9 Tonnen Kokain

In Ecuador ist der Polizei ein weiterer Schlag gegen den Drogenhandel gelungen. In zwei Razzien konfiszierte sie fast drei Tonnen Kokain, das in unterirdischen Verstecken verborgen war.

In Ecuador hat die Polizei in zwei Razzien insgesamt fast drei Tonnen Kokain sichergestellt. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa
In Ecuador hat die Polizei in zwei Razzien insgesamt fast drei Tonnen Kokain sichergestellt. (Archivbild)

Manta (dpa) - In Ecuador hat die Polizei nahe der Küstenstadt Manta in zwei Razzien insgesamt 2,93 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Dadurch habe man die kriminellen Strukturen des Drogenhandels geschwächt und verhindert, dass das Kokain in die illegalen Vertriebskreisläufe gelange, erklärte die ecuadorianische Polizei auf der Plattform X. 

Ecuadors Innenminister John Reimberg ordnete die gefundenen Drogen der kriminellen Organisation Los Choneros zu, wie er vor Ort in einem ebenfalls auf X verbreiteten Video mitteilte. Nach dem Aufspüren der Drogenverstecke sei die Zeit des Verbrechersyndikats in der Provinz Malabí abgelaufen.

Was den Wert der illegalen Ware betrifft, gab es unterschiedliche Angaben. Während die Polizei von insgesamt umgerechnet 75,7 Millionen Euro sprach, bezifferte ihn Reimberg mit 104 Millionen Euro.

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Zwei Razzien

Bei der ersten Razzia war in der Nacht auf Samstag ein Versteck mit 55 Jutesäcken entdeckt worden. Darin befanden sich 1.343 Pakete Kokain mit einem Bruttogewicht von 1,51 Tonnen. Um Zugang zu dem unterirdischen Versteck zu bekommen, setzten die Beamten Sprengstoff ein. 

Im Rahmen der fortgesetzten Ermittlungsmaßnahmen in demselben Gebiet spürte die Polizei in der Nacht auf Sonntag ein weiteres Versteck auf, in dem 42 Jutesäcke mit insgesamt 1.250 Päckchen Kokain waren. Die Substanzen wiesen ein Bruttogewicht von 1,41 Tonnen auf. 

Vertrauliche Informationen ausgewertet

Den Razzien vorausgegangen waren Ermittlungsarbeiten und die Auswertung vertraulicher Informationen. Dadurch konnten die Fundorte nahe der Ortschaften Pacoche und Ligüiqui in der Provinz Manabí identifiziert werden. 

Ecuador ist zu einem wichtigen Transitland für Kokain aus Nachbarstaaten wie Kolumbien und Peru geworden. Die Sicherheitslage im Land hat sich dadurch deutlich verschlechtert.