Tierischer Wettstreit

«Fat Bear»-Wettbewerb in Alaska: «Chunk» wieder im Rennen

Bei der «Fat Bear»-Wahl in Alaska kommt es vor allem auf die Pfunde an. Wird sich Braunbär «Chunk» erneut gegen die massigen Mitstreiter durchsetzen? Und warum gibt es den Wettbewerb überhaupt?

Braunbär 32 mit dem Spitznamen «Chunk» hat eine auffällige Narbe auf der Schnauze. Foto: C. Loberg/explore.org/dpa
Braunbär 32 mit dem Spitznamen «Chunk» hat eine auffällige Narbe auf der Schnauze.

Anchorage (dpa) - Bei den diesjährigen «Fat Bear»-Wahlen mischen schwere Kandidaten mit: zehn Weibchen und sechs männliche Braunbären gehen bei dem Wettbewerb im Katmai-Nationalpark (US-Bundesstaat Alaska) ins Rennen. Männchen 32 «Chunk» (auf Deutsch «Klotz»), der massige Sieger von 2025, ist wieder dabei. Kann der über 20 Jahre alte Braunbär mit der auffälligen Narbe auf der Schnauze seinen Titel bei der Kür zum fettesten Pelztier verteidigen?

Abstimmung via Online-Plattform

Zum zwölften Mal veranstaltet der Park im Südwesten von Alaska die «Fat Bear Week». Auf der Online-Plattform «Explore.org» werden ab heute täglich Bären zur Abstimmung präsentiert. Nach sechs Runden stehen sich im Finale dann nur noch zwei der ursprünglich 16 Mitstreiter gegenüber. Die Gewinner-Krönung findet am «Fat Bear»-Dienstag (29. September) statt. Nach Angaben des Parks gingen im vorigen Jahr mehr als 1,7 Millionen Stimmen aus über Hundert Ländern ein. 

Erstmals im Rennen ist unter anderem auch eine über 20 Jahre alte Bärenmutter, die in diesem Sommer drei Jungtiere an ihrer Seite hatte. Das Pelztier mit der Nr. 132 wird von den Park-Rangern als eines der größten und erfahrensten Muttertiere in der Region des Brooks Rivers beschrieben. Eine weitere Mitstreiterin ist die jüngere Bärin Nr. 131 mit dem Spitznamen «Marshmallow». Sie habe in diesem Sommer kräftig an Gewicht zugelegt und erscheine fetter als je zuvor, kommentieren die Tierhüter. 

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Auch ein wuchtiges Männchen mit dem Namen «Backpack» (auf Deutsch «Rucksack») ist unter den Kandidaten. Früher sei er beim Schwimmen oft auf den Rücken seiner Mutter geklettert, hieß es zur Erklärung seines Spitznamens. 

Über Webcams beim Fischfang zuschauen

Für den Sieg sind neben geschätzten Pfunden auch andere Eigenschaften wie etwa Temperament und Fischfang-Künste ausschlaggebend. Auf Webcams können Bären-Fans die Tiere beim Lachsfang beobachten. Auf Vorher-Nachher-Fotos ist zu erkennen, wie die nach dem Winterschlaf mageren Bären den Sommer über kräftig anspecken. Männchen können dann mehr als 500 Kilogramm wiegen. Sie brauchen diese Fettreserven, um die monatelange Winterruhe ohne Fressen zu überstehen. 

Mit dem kuriosen Wettbewerb will der Katmai-Park über das Ökosystem und den Lebensraum der mehr als 2.000 Braunbären in der Region informieren und auf Gefahren für die Tiere aufmerksam machen, etwa durch den Klimawandel. Das Gebiet hat mit die größten Braunbär- und Lachsbestände der Welt.