Gottschalk: «Ohne Karina hätte ich das nicht alles gepackt»
Thomas Gottschalk meldet sich nach schwerer Zeit zurück: Auf Instagram berichtet er, was er durchgemacht hat, wie seine Frau ihn unterstützte - und er wagt einen vorsichtigen Blick in die Zukunft.
München (dpa) - TV-Legende Thomas Gottschalk meldet sich nach seiner schweren Krebserkrankung mit einer guten Nachricht: «Nach zwei Operationen, 33 Bestrahlungen und drei Wochen Reha bin ich im Moment krebsfrei», schreibt der 76-Jährige auf Instagram. «Das kann sich natürlich jederzeit ändern, deswegen nehme ich voll Hoffnung an einer Versuchsreihe der Universität Greifswald teil», erläutert er in einem Video. Dort lasse er sich insgesamt zwölfmal gegen den Krebs impfen, acht Impfungen habe er bereits hinter sich.
Rückblick auf die vergangenen Monate
Gefasst, zuversichtlich und deutlich erholter aussehend als zuletzt wendet er sich «mit einem kleinen Update» an seine Fans - und spricht auch über die vergangenen Monate, in denen er sich öffentlich nicht gezeigt hatte. Er berichtet über «Entspannung beim Gärtnern im eigenen Garten» und von einer Paris-Reise mit Ehefrau Karina; die beiden hätten sich dort die «Kameliendame» in der Oper als Ballett angesehen. Er zeigt Bilder von sich im Garten, mit Karina in Paris - und in Sportkleidung am Trainingsgerät.
Gottschalk, der am 18. Mai 76 Jahre alt wurde, hatte Ende November vergangenen Jahres bekanntgegeben, an Krebs erkrankt zu sein. Er hatte die Diagnose öffentlich gemacht, nachdem er bei der Verleihung der Romy-Gala in Kitzbühel wie zuvor bei der Bambi-Verleihung in München einen unsicheren Eindruck hinterlassen und damit für Irritationen gesorgt hatte. Seine Krebsdiagnose hatte weithin Betroffenheit ausgelöst. Im Dezember verabschiedete er sich von der RTL-Show «Denn sie wissen nicht, was passiert» - und zugleich von der TV-Bühne.
Lago Maggiore und Reha an Osterseen
Den Geburtstag habe er im Kreis der Familie am Lago Maggiore und am Vierwaldstättersee verbracht, berichtet er nun auf Instagram - und danach das getan, «was schon lange fällig gewesen wäre», nämlich eine Reha absolviert, an den Osterseen unweit des Starnberger Sees. «Ich kam als kaputter Mensch und bin als gesunder Mensch wieder gegangen», sagt Gottschalk. «Aber ganz ehrlich, ohne meine Frau Karina hätte ich das alles nicht gepackt. Ich frage mich heute noch, woher sie die ganze Energie nimmt und mich dazu noch bei Laune hält.» Denn das sei nicht immer einfach gewesen - er sei nicht immer so gut gelaunt, wie das Publikum ihn kenne.
Dank an die Fans
«Danke auch für eure vielen Nachrichten und dafür, dass ihr in den vergangenen Monaten an mich gedacht habt», wendet er sich an die Fans. «In den nächsten Monaten werde ich mich weiter erholen und es etwas ruhiger angehen lassen. Aber natürlich melde ich mich hier wieder bei euch», versprach er.
Am Vortag hatte die «Bild»-Zeitung über Gottschalks Weg zur Genesung berichtet. «Nach Auskunft der Ärzte bin ich momentan krebsfrei», sagte er der Zeitung.
Ehefrau Karina immer an seiner Seite
Ehefrau Karina war laut dem «Bild»-Bericht bei jedem Arzttermin dabei, bei jeder Bestrahlung. «Ich habe ihn nie allein gelassen, keine Sekunde», berichtet sie in dem «Bild»-Interview. Inzwischen trainiert Gottschalk wieder. «Ich mache Krafttraining, zwei- bis dreimal pro Woche kommt ein Personal Trainer. Karina und ich gehen viel spazieren und schwimmen in unserem Pool. Ich muss die Zähne mit der linken Hand putzen, weil es gut für die Koordination des Hirns und des Stehvermögens ist. Ich folge den Ärzten und meinem Personal Trainer, wo es geht», sagte er der Zeitung.
Längere Zeit keine öffentlichen Auftritte
Monatelang war nichts von Gottschalk zu hören gewesen. Ende April war eine für den 9. Mai geplante Verleihung des «Goldenen Ochsensepp» an Österreichs früheren Bundeskanzler Sebastian Kurz, die Gottschalk hätte moderieren sollen, auf den 5. September verschoben worden. Dem «Spiegel» schrieb Gottschalk damals dazu: «Ich werde mich vor dem Herbst nicht öffentlich auf die Bühne stellen, weder für Kurz noch für jemanden anderen! Danach schauen wir mal, was die Gesundheit macht.»