Geistiges Eigentum

Meloni lässt ihre Stimme schützen

Mit einer Sprachaufnahme von vier Sekunden lässt die italienische Regierungschefin ihre Stimme offiziell schützen. Es ist auch ein Zeichen gegen Deepfakes und KI-Manipulation.

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni lässt ihre Stimme urheberrechtlich schützen. (Archivfoto) Foto: Roberto Monaldo/LaPresse/AP/dpa
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni lässt ihre Stimme urheberrechtlich schützen. (Archivfoto)

Rom (dpa) - «Ich bin Giorgia Meloni»: Die italienische Ministerpräsidentin hat eine Audioaufnahme dieses Zitats beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) eintragen lassen. Mit dem 
Schritt, der auf der Website der Zeitung «La Repubblica» zuerst bekannt gegeben wurde, wolle sich die Regierungschefin vor gefälschten Stimmaufnahmen durch KI-Systeme schützen, hieß es. 

Laut «La Repubblica» handelt es sich bei der Sprachaufnahme um gerade einmal vier Sekunden. Meloni ließ demnach den Satz «Io sono Giorgia Meloni» als sprachliches Kennzeichen registrieren. Der Satz erinnere beim wiederholten Anhören an den Satz «Ich bin Giorgia, ich bin eine Frau, ich bin eine Mutter, ich bin Italienerin, ich bin Christin», der im Laufe der Jahre zu einer Art Markenzeichen von Meloni geworden sei, schreibt die Zeitung. 

Von Meloni waren bereits KI-generierte Fotos aufgetaucht. Im Frühjahr war sie in die Offensive gegangen und hatte zu verantwortungsvollem Verhalten aufgerufen. Von ihr seien diverse falsche Bilder im Umlauf, die von «irgendeinem eifrigen Gegner» als echt ausgegeben würden, schrieb sie damals auf X. Deepfakes seien ein gefährliches Instrument, denn sie könnten jeden täuschen, manipulieren und treffen, warnte Meloni damals. Sie könne sich verteidigen, viele andere aber nicht. Was heute ihr passiere, könne morgen jedem passieren.

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