FDP nach der Wahlniederlage

FDP-Landeschef Höne will Bundesvize werden

Die FDP muss sich neu aufstellen. Für einen Platz in der künftigen Führungsriege wirft der Chef der NRW-FDP jetzt seinen Hut in den Ring.

FDP-Landesparteichef Höne will über seinen nordrhein-westfälischen Verband hinaus Verantwortung bei den Liberalen übernehmen. (Archivbild) Foto: Friso Gentsch/dpa
FDP-Landesparteichef Höne will über seinen nordrhein-westfälischen Verband hinaus Verantwortung bei den Liberalen übernehmen. (Archivbild)

Düsseldorf (dpa) - Der nordrhein-westfälische FDP-Landesvorsitzende Henning Höne kandidiert für das Amt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Freien Demokraten. In einem Video auf der Plattform Instagram spricht sich der 38-jährige Coesfelder für ein neues Grundsatzprogramm aus. Nicht nur die Partei, sondern auch Kritiker, Interessierte und Impulsgeber aus der Gesellschaft sollten in den Prozess einbezogen werden, forderte Höne, der auch Chef der Düsseldorfer Landtagsfraktion ist.

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Dem neuen Bundestag gehören die Liberalen nicht mehr an. Es reiche nicht aus, taktisch über einen Wiedereinzug zu diskutieren, mahnte der Liberale. «Warum braucht es die FDP überhaupt im Bundestag? Nur wer das überzeugend beantwortet, wird langfristig Erfolg haben.»

Vorstandswahlen finden Mitte Mai statt

Die Partei brauche eine eigenständige liberale Linie. «Für eine rechte oder linke FDP ist im Bundestag kein Platz», betonte Höne. «Liberalismus ist keine Mischform – er ist eine eigenständige politische Richtung.»

Der neue Vorstand wird Mitte Mai bei einem Bundesparteitag in Berlin gewählt. Für die Nachfolge von Parteichef Christian Lindner tritt der frühere Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Christian Dürr, an.