Koalitionsdebatte

Habeck zu Schwarz-Grün: Da gibt es kein Tabu

CSU-Chef Markus Söder erteilt einer Koalition mit den Grünen immer wieder eine Absage. Der Grünen-Spitzenkandidat warnt vor den Folgen - und verweist auf Sachsen.

«Verwilderung des schlimmsten Maßes»: Habeck kritisiert Wahlkampf der CDU in Sachsen Foto: Michael Kappeler/dpa
«Verwilderung des schlimmsten Maßes»: Habeck kritisiert Wahlkampf der CDU in Sachsen

Berlin (dpa) - Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck schließt eine schwarz-grüne Koalition nach der vorgezogenen Bundestagswahl nicht aus. «Dass die Grünen und die CDU erfolgreich miteinander regieren können, beweisen wir in vielen Bundesländern», sagte Habeck in der ZDF-Sendung «Was nun?». Da gebe es kein Tabu bei den Grünen. 

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«Dieses Tabuisieren, das eigentlich nur noch Markus Söder macht, sollten Demokraten nicht tun», mahnte Habeck. Wohin das führe, zeige sich in Sachsen: Dort habe der Wahlkampf von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) gegen die Grünen jetzt «zum allergrößten Schlamassel» geführt, nämlich zur Regierungsunfähigkeit. «Das war schon eine gedankliche Verwilderung des schlimmsten Maßes.»

CSU-Chef Markus Söder bekräftigte seine Absage an ein schwarz-grünes Bündnis im Bund nach dem Grünen-Parteitag. «Schwarz-Grün ist für uns keine Option», sagte der bayerische Ministerpräsident in der ARD-Sendung «Bericht aus Berlin». Man brauche bei der Bundestagswahl einen echten Richtungswechsel. Auch Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) habe zuvor gesagt, mit diesen Grünen gehe es nicht.