Hinrichtung in Texas

Trump: War an Livestream-Entscheidung nicht beteiligt

Es wäre laut US-Medien die erste Militärhinrichtung in den USA seit mehr als 60 Jahren - und sie soll per Livestream übertragen werden. Letzteres war wohl nicht Trumps Entscheidung.

Präsident Trump hat die Hinrichtung genehmigt, hatte mit der Entscheidung zum Livestream eigenen Angaben nach aber nichts zu tun. Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
Präsident Trump hat die Hinrichtung genehmigt, hatte mit der Entscheidung zum Livestream eigenen Angaben nach aber nichts zu tun.

Syracuse (dpa) - US-Präsident Donald Trump ist eigenen Angaben nach nicht an der Entscheidung für einen Livestream der für Dezember geplanten Militärhinrichtung in Texas beteiligt gewesen. «Sie wollen das machen, weil sie ein Exempel statuieren wollen», sagte Trump am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in Syracuse im US-Bundesstaat New York in einem vom Weißen Haus verbreiteten Video. «Ich war nicht involviert in die Entscheidung, aber ich verstehe die Entscheidung.»

Trump fügte hinzu: «Ich nehme an, sie wollen, dass es als Beispiel dient, und das kann ich sehr gut nachvollziehen.» Zuvor hatte er bekräftigt, dass er die Hinrichtung genehmigt habe. 

Am 3. Dezember soll ein zum Tode verurteilter Attentäter auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas erschossen werden. Die Hinrichtung wird per Livestream übertragen, wie Verteidigungsminister Pete Hegseth auf X bestätigt hatte. Man werde dafür sorgen, dass Menschen die Hinrichtung von Nidal Hasan öffentlich beobachten könnten, sagte er dem rechtskonservativen US-Sender Real America's Voice. «Die Menschen müssen verstehen, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen haben.»

Immer top informiert mit dem WNOZ-WhatsApp-Kanal!

Breaking News, spannende Hintergründe und Newsletter: Mit unserem WhatsApp-Kanal bleiben Sie stets über Weinheim, den Odenwald und die Metropolregion informiert.

Impressum

Ein solcher Vorgang - zumal per Livestream übertragen - wirft viele Fragen auf, etwa ob es Zugangsbeschränkungen geben wird, um zu verhindern, dass beispielsweise Kinder die Hinrichtung verfolgen. Der damalige Militärpsychiater Hasan hatte 2009 auf dem Stützpunkt 13 Menschen getötet und 32 verletzt.