US-Feuer: Verdächtiger gesteht Brandstiftung
Um das Feuer zu legen, habe er einen trockenen, heißen und windigen Tag abgewartet. Nun ist die Verwüstung groß in der Heimatstadt von Hollywood-Star Sydney Sweeney.
Spokane (dpa) - Hunderte zerstörte Häuser, Tausende Menschen auf der Flucht vor Flammen - nun erhärtet sich in der US-Stadt Spokane der Verdacht auf Brandstiftung. Ein 37-Jähriger, der vor einigen Tagen festgenommen wurde, hat laut US-Medien im Zuge der Ermittlungen gestanden, das sogenannte Old Trails Feuer im Bundesstaat Washington im Nordwesten der USA gelegt zu haben - sowie Dutzende weitere Feuer in den vergangenen Monaten.
«Feuer ist mächtig und schön»
Der Verdächtige beschrieb Feuer als «mächtig und schön», wie der Sender CNN aus Gerichtsdokumenten zitiert. Dinge, die Feuer ausgesetzt seien, erlebten «eine Art Wiedergeburt». Der Vorbestrafte habe die Brandstiftung anfangs noch bestritten. Später aber habe er den Ermittlern «seine Planung und Durchführung im Detail» geschildert. So habe er für das Old Trails Feuer einen trockenen, windigen und heißen Tag abgewartet.
Spokane - die Heimatstadt von Hollywood-Schauspielerin Sydney Sweeney («Euphoria», «The White Lotus») - wurde von den Bränden schwer getroffen. Auf Instagram hatte Sweeney zuletzt eine emotionale Botschaft gepostet und Betroffene vor Ort unterstützt.
Kaution in Millionenhöhe
Nach seinem Geständnis im Rahmen der Ermittlungen sei die Anklage gegen den 37-Jährigen wegen weiterer Fälle von Brandstiftung ausgeweitet worden. Der Verdächtige habe auch persönliche Schwierigkeiten geschildert. Am Donnerstag erschien er laut Berichten zum zweiten Mal vor Gericht. Der Richter habe eine Kaution in Höhe von zwei Millionen Dollar festgelegt. Laut US-Medien soll die Verhandlungsfähigkeit des Verdächtigen geprüft werden.
Die seit Tagen wütenden Brände haben ganze Wohngebiete in und um Spokane verwüstet. Laut Behördenangaben hat sich das Feuer über eine Fläche von mehr als 42 Quadratkilometern ausgebreitet, über 700 Häuser und andere Gebäude zerstört und zeitweise mehr als 65.000 Menschen zur Flucht gezwungen. Verletzte oder Tote wurden bisher nicht gemeldet. Die Löscharbeiten dauern laut US-Medien weiter an. Für das Wochenende werden Hitze und starke Winde erwartet.