US-Geschäft schwächelt

Dämpfer für deutsche Exporte im August

Im Sommermonat August haben deutsche Unternehmen weniger exportiert als im Monat zuvor. Aufs Jahr gesehen wächst das Ungleichgewicht im Geschäft mit China.

Die Importe nach Deutschland steigen. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa
Die Importe nach Deutschland steigen. (Archivbild)

Wiesbaden (dpa) - Die deutsche Exportwirtschaft hat im August einen Dämpfer erhalten. Der Wert der Waren fiel mit 137,6 Milliarden Euro kalender- und saisonbereinigt 0,8 Prozent niedriger aus als im Monat zuvor, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Die Importe stiegen hingegen um 0,9 Prozent und entsprachen einem Wert von 118,1 Milliarden Euro. 

Daraus ergibt sich ein rückläufiger Außenhandelsüberschuss für die deutsche Volkswirtschaft von 19,5 Milliarden Euro nach 21,6 Milliarden Euro im Juli. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahmen die Exporte nominal um 6,2 Prozent und die Importe um 5,5 Prozent zu. 

Wichtigster Einzelmarkt blieben die Vereinigten Staaten, auch wenn die Lieferungen dorthin im Monatsvergleich um 6,3 Prozent zurückgingen. Im Jahresverlauf weist die Statistik noch eine leichte Zunahme der Exporte von 1,1 Prozent auf. In Länder außerhalb der Europäischen Union exportierten deutsche Unternehmen 1,1 Prozent weniger als im Juli. 

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Schere im Außenhandel mit China öffnet sich

Nach China legten die Ausfuhren im August zwar um 4,7 Prozent zu, zugleich stiegen aber die Importe aus der Volksrepublik noch deutlicher. In den ersten acht Monaten sind die Exporte nach China um 12,9 Prozent geschrumpft. Die Importe von dort kletterten hingegen um 10,1 Prozent.

Erst am Vortag hatte der Außenhandelsverband BGA seine Prognose für die deutschen Ausfuhren im laufenden Jahr leicht angehoben, zugleich aber vor weiter schwierigen Geschäften in den USA und in China gewarnt. Nach den Berechnungen soll das Exportvolumen im laufenden Jahr um 1,0 Prozent auf 1.580 Milliarden Euro steigen. Bisher war der Verband von einem Exportwachstum von lediglich 0,6 Prozent ausgegangen.