Schwedenshop

Ikea nimmt Marabou-Schokolade aus dem Sortiment

Bei Ikea fliegen immer wieder Produkte aus dem Regal. Hat die jüngste Sortiment-Änderung etwas mit einer Entscheidung der ukrainischen Antikorruptionsbehörde zu tun?

Eine Ikea-Filiale bei Köln. Foto: Oliver Berg/dpa
Eine Ikea-Filiale bei Köln.

Stockholm (dpa) - Marabou-Schokolade und andere Produkte des Konzerns Mondelez verschwinden aus den Schwedenshops von Ikea. Seit einigen Jahren bereits fokussiere sich Ikea vermehrt auf die Produktion eigener Süßwaren, teilte eine Ikea-Sprecherin auf dpa-Anfrage mit.

Derzeit umfasse das Sortiment noch verschiedene Schokoladenprodukte von Lieferanten, die zu Mondelez gehörten - Ikea werde diese Produkte jedoch nach und nach aus dem Sortiment nehmen, das gelte auch für den deutschen Markt. In Skandinavien war über den Entschluss des Möbelriesen bereits vor einigen Tagen berichtet worden.

Nach Angaben von Ikea Deutschland betrifft der Schritt grundsätzlich Produkte der Mondelez-Marken Marabou und Daim. Diese werden demnach noch bis Ende August abverkauft.

Der US-Lebensmittelkonzern Mondelez, zu dessen Marken unter anderem auch Milka gehört, ist wegen seiner Aktivitäten in Russland von der ukrainischen Antikorruptionsbehörde auf eine sogenannte schwarze Liste gesetzt worden. Mehrere Unternehmen, Behörden und Verbände in Skandinavien boykottieren seitdem Produkte des Konzerns oder setzten ihre entsprechende Zusammenarbeit aus.

Inwieweit der Boykott eine Rolle bei dem Entschluss von Ikea spielte, kommentierte der Konzern nicht. Von Ikea Deutschland hieß es jedoch, die Entscheidung, die Produkte auslaufen zu lassen, bestehe schon länger und sei Teil der langfristigen Fokussierung auf eigene Süßwaren.