Aufträge im Mai

Maschinenbau ringt mit schwacher Nachfrage aus dem Euroraum

Der Maschinenbau hofft auf neue Impulse: Im Mai sanken die Bestellungen leicht, vor allem aus den Euro-Partnerländern blieb die Nachfrage schwach.

Der deutsche Maschinenbau wartet auf Investitionen seiner Kunden. Foto: Marijan Murat/dpa
Der deutsche Maschinenbau wartet auf Investitionen seiner Kunden.

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat im Mai weniger Bestellungen erhalten. Der Auftragseingang lag preisbereinigt um 1 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt mitteilt. Während die Inlandsbestellungen um 3 Prozent zurückgingen, legten die Aufträge aus dem Ausland um 1 Prozent zu.

Besonders schwach fiel dem Verband zufolge die Nachfrage aus den Euro-Partnerländern aus, aus denen 21 Prozent weniger Bestellungen eingingen als ein Jahr zuvor. Aus Nicht-Euro-Ländern kamen dagegen 11 Prozent mehr Aufträge. 

Branche in Wartestellung

VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt nannte die Sorgen der Kunden über die weltweiten Krisen und damit auch über drohende Lieferengpässe bei Vormaterialien als Grund für die Zurückhaltung. «Damit bleibt die Branche in Wartestellung.» Im Inland müsse die Regierung die Unternehmen mit Reformen spürbar entlasten. «Unser Industriestandort braucht dringend ein maßgebliches Upgrade.»

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Impressum

Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatszeitraum von März bis Mai ergaben sich Zuwächse sowohl bei Bestellungen aus dem Inland (plus 3 Prozent) als auch aus dem Ausland (plus 13 Prozent). Laut Verband hatte es im März außergewöhnlich starke Großaufträge gegeben.