Befragung

Studie: Hacker legen Betrieb bei vielen Unternehmen lahm

Kürzlich legte eine Cyberattacke Auskunftssysteme der Deutschen Bahn lahm. Eine neue Studie zeigt: Das ist bei weitem kein Einzelfall.

In der Industrie war der Studie zufolge 2025 etwa jede achte Firma von Cyberangriffen betroffen. (Symbolbild) Foto: Philip Dulian/dpa
In der Industrie war der Studie zufolge 2025 etwa jede achte Firma von Cyberangriffen betroffen. (Symbolbild)

Mannheim (dpa) - Hacker haben im vergangenen Jahr bei vielen Unternehmen in Deutschland Schäden angerichtet. Das zeigt eine repräsentative Befragung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) aus Mannheim, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

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In der Informationswirtschaft, die unter anderem IT- und Mediendienstleister umfasst, gab ungefähr jedes siebte Unternehmen an, 2025 Schäden durch Cyberangriffe erlitten zu haben. In der Industrie war es etwa jede achte Firma. Größere Firmen sind demnach eher betroffen: Unternehmen mit mindestens 100 Beschäftigten meldeten im vergangenen Jahr häufiger Schäden – in der Informationswirtschaft ein Fünftel, in der Industrie 17 Prozent.

Große Unternehmen besonders im Fokus

Für die Geschäftsabläufe der meisten Unternehmen sind Studienleiter Daniel Erdsiek zufolge möglichst reibungslos funktionierende IT-Systeme essenziell. «Der jüngste Hackerangriff auf die Deutsche Bahn verdeutlicht aber, welchen Cyberbedrohungen Unternehmen hierbei täglich ausgesetzt sind», teilte er mit.

Die Deutsche Bahn (DB) war im Februar einem großangelegten Cyberangriff ausgesetzt - mit Auswirkungen auf die Buchungs- und Auskunftssysteme des Konzerns. Betroffen waren sowohl die Buchungsapp DB-Navigator als auch die Internetseite bahn.de. Aber auch andere Unternehmen berichten immer wieder von Hackerattacken. 

Stillstand als häufigste Folge

Am häufigsten berichteten die Unternehmen in der ZEW-Befragung, dass durch die Angriffe der Betrieb unterbrochen wurde. In der Informationswirtschaft kam das etwas häufiger (9 Prozent) vor als in der Industrie (7 Prozent). Finanzielle Verluste, Lösegeldforderungen und der Abfluss sensibler Daten meldeten die Firmen ebenfalls, allerdings in geringerem Umfang. An der Umfrage beteiligten sich im Dezember und Januar rund 1.100 Unternehmen.