Zahlreiche Sichtungen

Expertin: Meteor Hunderte Kilometer entfernt sichtbar

Ein Meteor über Westdeutschland und angrenzenden Ländern sorgt für Aufsehen. Das sei «ein schönes Lichtspektakel» gewesen, sagt eine Expertin.

Lichtspektakel - Ein Meteor war über Westdeutschland zu sehen. Foto: Gianni Gattus/TNN/dpa
Lichtspektakel - Ein Meteor war über Westdeutschland zu sehen.

Heidelberg/Koblenz (dpa) - Eine hell leuchtende Feuerkugel am Himmel, die am Sonntagabend viele Menschen in Westdeutschland in Atem gehalten hat, ist einer Expertin zufolge auch aus großer Entfernung noch sichtbar gewesen. Hunderte Kilometer entfernt habe man sie noch sehen können, sagte Carolin Liefke, stellvertretende Leiterin am Haus der Astronomie in Heidelberg. Es habe auch Sichtungen in den Niederlanden, in Belgien, Frankreich oder der Schweiz gegeben. 

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Sie selbst habe den Himmelskörper zufälligerweise auch privat gesehen. Das sei «ein schönes Lichtspektakel» gewesen. Man habe ihn über mehrere Sekunden hinweg beobachten können, sagte Liefke.

Der Meteorit ist in ein Hausdach eingeschlagen. Foto: Thomas Frey/dpa
Der Meteorit ist in ein Hausdach eingeschlagen.

In Koblenz (Rheinland-Pfalz) hatte ein Meteorit ein Hausdach beschädigt. An sich seien die Teile aber vollkommen ungefährlich, sagte Liefke. Es handele sich vereinfacht gesagt um ganz normale Steine - die aus dem Weltall kommen.

Meteoriteneinschlag passiert selten

Trifft ein Meteoroid aus dem All auf die Lufthülle der Erde, zerfällt er oft in viele kleine Stücke. Manche davon verglühen, andere landen auf der Erde. Diese Brocken nennt man Meteoriten. Meteoriten stammen nach Angaben von Experten meist aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und können mehrere Milliarden Jahre alt sein. Sie sind Überreste der Entstehung unseres Sonnensystems.

Meteoriteneinschläge auf der Erde sind sehr selten. In Deutschland fielen im April 2023 bei Elmshorn mehrere Teile eines Meteoriten zu Boden. Das größte Fragment war ein rund 3,7 Kilogramm schwerer Brocken, der von Wissenschaftlern untersucht und später ausgestellt wurde. Er galt damals als der schwerste gefundene Meteorit seit rund 100 Jahren in Deutschland.