So viele Dengue-Fälle in Florida wie seit Jahrzehnten nicht
Jedes Jahr gibt es Florida Fälle von lokal übertragenem Denguefieber - aber so viele wie in diesem Jahr waren es seit Jahrzehnten nicht mehr. Sogar einen Todesfall gab es schon.
Tampa (dpa) - Der Bundesstaat Florida meldet derzeit so viele Denguefieber-Fälle wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Insgesamt seien in diesem Jahr bereits mehr als 500 Infektionen registriert worden, davon rund 280 lokale Ansteckungen, heißt es von der US-Gesundheitsbehörde CDC. Die anderen Infektionen erfolgten bei Reisen.
Der Großteil der Fälle wird in der Region rund um die Metropole Tampa registriert, dort starb im September auch eine ältere Frau nach einer Dengue-Infektion. Einige Gemeinden in der Region riefen den Notstand aus.
Dengue-Fieber wird auch «Knochenbrecherkrankheit» genannt
Das Dengue-Fieber - wegen der Schmerzen manchmal auch «Knochenbrecherkrankheit» genannt - wird von Stechmückenarten übertragen und ist in den Tropen und Subtropen weit verbreitet. Eine Infektion mit dem Virus kann Beschwerden wie hohes Fieber, Übelkeit und starke Kopf- und Gliederschmerzen auslösen, heilt aber bei den meisten Erkrankten ohne bleibende Folgen aus. In einem kleineren Teil der Fälle entwickelt sich eine schwere, potenziell lebensbedrohliche Form.
Für Florida sind lokale Dengue-Infektionen nichts Ungewöhnliches - in diesem Ausmaß aber schon. Die bislang meisten Fälle wurden 2023 registriert, damals waren es knapp 200.
Weil sich das Siedlungsgebiet der Überträgermücken immer weiter ausbreitet, werden inzwischen auch außerhalb der Tropen und Subtropen immer mehr lokale Ansteckungen gemeldet. In Europa haben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC zufolge in diesem Jahr bislang Italien und Frankreich solche lokalen Infektionen berichtet.