Polizei

33-Jähriger schießt in Eppelheim mit Waffe auf Passanten

Der Mann stand unter Drogen- und Alkoholeinfluss, als er mit der unbekannten Waffe aus dem Wohnungsfenster schoss. Als die Polizisten eintrafen, brauchten sie einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss.

Zu einem größeren Polizeieinsatz kam es am frühen Mittwochabend in Eppelheim. Foto: Fritz Kopetzky
Zu einem größeren Polizeieinsatz kam es am frühen Mittwochabend in Eppelheim.

In Eppelheim sorgte ein unter Alkohol und Drogen stehender 33-jähriger Mann für einen größeren Polizeieinsatz. Der Beschuldigte schoss am Mittwoch gegen 17 Uhr mittels einer noch unbekannten Waffe aus dem Fenster seiner Wohnung. Mehrere Personen, die sich auf der Straße in der mutmaßlichen Schusslinie befanden, nahmen den Beschuss wahr, wurden jedoch nicht getroffen. Durch die Geschosse kam es kam allerdings zu Sachschäden an umliegenden Gebäuden, wie aus der gemeinsamen Pressemitteilung der Heidelberger Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Mannheim hervorgeht.

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Beim Eintreffen der verständigten Polizei befand sich der Beschuldigte nicht mehr am Fenster. Nachdem die Beamten einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss eingeholt und gegen 19 Uhr die Wohnung betreten hatten, wurde der Mann widerstandslos festgenommen. Im Außenbereich wurden mehrere Hartgummi- und Stahlkugeln, bei welchen es sich um die Geschosse handeln dürfte, festgestellt. Bereits vor etwa vier Wochen sei es zu einem ähnlichen Sachverhalt, allerdings ohne, dass die Polizei verständigt wurde, gekommen.

Aufgrund der Schwere der Verletzungen, die durch die verschossenen Kugeln hätten verursacht werden können, ermittelt die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung.

Der Beschuldigte wurde am Donnerstagnachmittag der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Heidelberg vorgeführt. Der von der Staatsanwaltschaft Heidelberg beantragte Haftbefehl wurde indes gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Die Ermittler der Kriminalpolizei suchen nun Zeugen, die Hinweise zu den beiden Sachverhalten machen können. Die Beamten sind unter der Telefonnummer 06221/174-4444 erreichbar.