80-Jährige aus Viernheim fällt auf Whats-App-Betrug herein
Sie dachte, ihr richtiges Kind wendet sich in einer Notlage an sie. Am Ende verliert die Seniorin Tausend Euro an die Betrüger.
Immer wieder versuchen Kriminelle mit einer Betrugsmasche, Menschen um ihr Vermögen zu bringen. Dabei erhalten die Opfer eine Nachricht über den Messengerdienst "Whats-App" von einer fremden Rufnummer. Die Täter geben sich als Kind der Personen aus und kontaktieren diese beispielsweise mit den Worten "Mama, mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Nummer...". Anschließend wird eine finanzielle Notlage vorgetäuscht, um Geld von den potenziellen Opfern überwiesen zu bekommen.
Mit dieser perfiden Masche meldeten sich die Unbekannten am Mittwoch bei einer Frau in Viernheim. Gegen 13.45 Uhr erschien die Nachricht auf dem Handydisplay. Rasch kamen Geldforderungen ins Spiel. Im Glauben, es handele sich um ihr richtiges Kind, überwies die 80-Jährige nach bisherigen Erkenntnissen Geldbeträge in Höhe von etwa Tausend Euro. Der Betrug flog wenige Zeit später auf.
Tipps zum Eigenschutz
Vor diesem Hintergrund warnt die Polizei und gibt folgende Verhaltenshinweise:
- Kriminelle nutzen die Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft der Personen aus. Es gelingt ihnen häufig, die Menschen zu täuschen und dadurch an ihr Vermögen zu gelangen
- Lassen Sie sich durch vermeintliche Notlagen und Geldforderungen nicht unter Druck setzen.
- Wenden Sie sich an Freunde, Bekannte und Familienangehörige und überprüfen Sie, von wem die versendete Nachricht tatsächlich stammt
- Wenn Sie von Ihnen bekannte Personen unter einer unbekannten Nummer kontaktiert werden, speichern Sie die Nummer nicht automatisch ab und fragen Sie bei der Ihnen bekannten Person unter der alten Nummer nach
- Bei geforderten Geldüberweisungen über beispielsweise den Messengerdienst Whats-App sollten Sie misstrauisch werden und diese hinterfragen
- Überprüfen Sie Ihre Sicherheitseinstellungen des verwendeten Nachrichtendienstes.
Bei weiteren Fragen rund um das Thema der Betrugsmaschen steht die Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Südhessen unter der Telefonnummer 06151/969-40444 zur Verfügung.
Weitere Informationen gibt es auch bei der polizeilichen Kriminalprävention.