Gastronomie

Die fünf besten asiatischen Restaurants in Weinheim und Umgebung 

Thailändisch, japanisch oder vietnamesisch: In Weinheim, an der Bergstraße und in Mannheim gibt es für viele Länderküchen ausgezeichnete Restaurants. Hier kommen fünf Geheimtipps für euch.

Asiatisch essen kann man überall. Aber wo gibt es das beste Pad Thai, die leckerste chinesische Küche oder die authentischstes Pho Bo Hanoi? Foto: Fritz Kopetzky
Asiatisch essen kann man überall. Aber wo gibt es das beste Pad Thai, die leckerste chinesische Küche oder die authentischstes Pho Bo Hanoi?

Japanisches Curry, aromatische Ramen oder Sapporo-Style? Unser Autor und Gastronomie-Experte hat sich auf die Suche nach den besten asiatischen Restaurants der Region gemacht. Hier kommen seine Empfehlungen:

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Lotus, Weinheim

Das Restaurant Lotus in Weinheim. Foto: Christian Scheuermann
Das Restaurant Lotus in Weinheim.

In der kulinarischen Welt Asiens ist die vietnamesische Küche ganz sicher eine der vielfältigsten und interessantesten. Denn obwohl die chinesische Kochkunst der wichtigste Einfluss war, zeigte man sich im langgestreckten Küstenstaat doch immer auch offen für Inspirationen aus den asiatischen Nachbarländern. Neben der vor allem im Süden Vietnams einflussreichen Thai-Küche spielte für die Entwicklung dann übrigens auch der Buddhismus eine wichtige Rolle – was die große Zahl an vegetarischen und veganen Kreationen erklärt, die neben Fisch- und Fleischgerichten das Tableau erweitern. Im von außen recht unscheinbaren, einen Steinwurf vom Weinheimer Hauptbahnhof gelegenen Restaurant von Dang Thi Loan genießt man ganz in diesem Sinne eine zwar dem europäischen Geschmack angepasste, aber dennoch sehr authentische vietnamesische Küche. Denn auch wenn die gleichfalls offerierte Sushi-Auswahl als Alternative zur Verfügung steht, sollte man unbedingt die landestypischen Klassiker probieren. Wie zum Beispiel das zischend heiß servierte „Xao Hanh“, das mit Huhn, Rind, Ente oder auch vegetarisch mit Tofu geordert werden kann. Und ganz egal, für welche Variante man sich entscheidet: Im Mittelpunkt des Gerichts steht eindeutig das Zusammenspiel von knackigem, kurz gebratenem Gemüse wie Champignons, Karotten, Zwiebeln, Paprika und Lauch mit der dezent mit Chili geschärften, süffigen Sauce. Ein in Summe genauso authentisches wie zugängliches Einsteiger-Gericht, das perfekt umgesetzt Lust auf mehr macht.

Vielleicht auf das Rote-Thai-Curry, das die Einflüsse der thailändischen Küche auf den Punkt bringt. Denn die leicht süßlich-scharfe Note der mit Kokosmilch verfeinerten Sauce bildet da die typische Grundlage für den üppig mit knusprig frittierten Hähnchen-Tranchen bestückten Teller. Als krosse Ergänzung zur herrlich cremigen Sauce funktioniert das saftige Fleisch dann ebenso gut wie das ebenfalls bestens auf den Punkt gebrachte Gemüse (Paprika, Zucchini, Brokkoli…) als „grünes“ Veggie-Element. Klasse!Als Getränkebegleitung empfiehlt sich übrigens neben einem klassischen grünen Tee auch der Blick in die Softdrink-Abteilung – die hausgemachten Limonaden sind nämlich ebenfalls echte Vietnam-Importe. So liefert zum Beispiel ein mit Ingwer, Zitrone, braunem Zucker und Minze angesetzter „Nuoc Chanh Gung“ die passende flüssige Begleitung zu den Kreationen der Küche, bevor vielleicht mit einem süßen Milchkaffee „Sua Da“ der Besuch stimmungsvoll ausklingt.

📍 Mannheimer Str. 2, 69469 Weinheim, 06201 4946484 🕙Di. bis Sa. 11 – 15 Uhr und 17 – 22.30 Uhr, So. 12 – 15 Uhr und 17 – 22.30 Uhr

ON, Heidelberg

Das Restaurant ON in Heidelberg serviert traditionelle koreanische Gerichte. Foto: Christian Scheuermann
Das Restaurant ON in Heidelberg serviert traditionelle koreanische Gerichte.

Bibimbab, Dakbokeumtang, Haemultang - was auf den ersten Blick wie ein Zungenbrecher aussieht, sind tatsächlich drei der beliebtesten Gerichte der koreanischen Küche. Und dass diese in unserer Region noch nicht so weit verbreitet ist wie andere asiatische Länderküchen, liegt ganz bestimmt nicht an mangelnder Attraktivität. Denn neben Kimchi, der mit Abstand bekanntesten Spezialität des Landes, hält die Kulinarik Koreas noch sehr viel mehr bereit. Um diese genauso interessante wie vielfältige Variante der Asia-Küche kennenzulernen, empfiehlt sich in der Metropolregion unbedingt ein Besuch des kleinen koreanischen Restaurants „ON“ in der Heidelberger Altstadt. Ins Deutsche übersetzt bedeutet der Name des Lokals übrigens „Wärme und Wohlbefinden“ - eine durchaus zutreffende Beschreibung des sympathisch unprätentiösen Restaurants, das mit athenischen Kreationen den Fokus aufs Wesentliche legt! Dies zeigte sich bei unserem letzten Besuch schon bei den frittierten Seetangrollen „Kimmali Tuigim“, die mit süffiger Glasnudel-Füllung und krosser Hülle auf Anhieb Lust auf mehr machten. Das schon eingangs erwähnte Bibimbab steht neben vielen weiteren koreanischen Klassikern selbstverständlich ebenfalls zur Wahl - und ist gerade als „Erstkontakt“ unbedingt zu empfehlen!

Das in einer feuerheißen Steinschale servierte Gericht wartet dabei mit einem besonderen Clou auf: Alle Zutaten, vom als Basis dienenden Reis über fein gesete Karotten, knackige Sojabohnenkeimlinge bis hin zu eingelegten Pilzen werden nämlich erst am Tisch vermengt und durch die Hitze der Schale erwärmt. Hierdurch entwickelt sich gerade beim Reis im Lauf der Zeit eine Mischung von feinkörnigem und crunchigem Biss, der den vermeintlichen Sidekick fast zum Hauptdarsteller werden lässt. Zusammen mit der separat servierten, süßlich-scharfen Sauce gerät alles schließlich zu einem bestens abgestimmten Mix von unterschiedlichen Aromen, Texturen und Temperaturen, der nuancenreich und ausbalanciert begeistert. Unbedingt erwähnenswert ist auch die große Bandbreite von Fisch-, Fleisch- und Veggie-Varianten, die bei vielen Gerichten zur Wahl stehen - ein Ansatz, der es jedem Gast ermöglicht, die teils sehr unterschiedlichen Charakteristiken der offerierten Kreationen zu erkunden. Eine rundum lobenswerte Entscheidung! Die freundliche Begleitung durch das Serviceteam, das auch bei der Getränkeauswahl gerne beratend zur Seite steht, ist ein weiterer Baustein im Gesamtkonzept. Und dass das schon von außen eher unscheinbare Restaurant auch im Gastraum angenehm zurückhaltend eingerichtet daherkommt, passt natürlich auch ins Bild - das authentischer und überzeugender kaum sein könnte!

📍 Haspelgasse 4, 69117 Heidelberg, 06221 6183111 🕙Di. 18 - 20 Uhr, Mi bis So. 12 - 14.30 Uhr und 18 - 22 Uhr

Bay Jok, Heidelberg

Authentische, frische thailändische Küche: Bay Jok. Foto: Christian Scheuermann
Authentische, frische thailändische Küche: Bay Jok.

Auch wenn die Wurzeln der Nguyens eigentlich in Vietnam liegen, ist die Linie des sympathischen Familienbetriebs in der Bergheimer Straße „authentisch thailändisch“. Denn obwohl man ursprünglich aus einem Dorf nahe der thailändischen Grenze stammt, konnte diese die prägenden kulinarischen Einflüsse des Nachbarn auf die eigene Vita nicht aufhalten. Nach einer durch den Vietnamkrieg bedingten Odyssee, die die Großeltern letztlich nach Deutschland führte, möchte das Team die eigene Geschichte als wichtigen Hintergrund verstanden wissen und die faszinierende fernöstliche Exotik somit traditionsbewusst auf den Teller bringen.

Dass dies überzeugend gelingt, zeigt sich schon am sehr gut gefüllten Gästebuch – ohne vorherige Reservierung wird es meist nämlich sehr schwierig, einen Tisch zu ergattern. Warum das so ist, wird übrigens nicht nur beim Blick in die Speisekarte klar: Die sehr einladende und entspannte Atmosphäre im mit hellem Holz, bequemen Sesseln sowie sepia-farbenen Impressionen aus der alten Heimat gestalteten Gastraum ist nämlich zudem meilenweit vom oftmals etwas überladen wirkenden Dekor vieler asiatischer Restaurants entfernt. Wenn man in diesem Setting die Kreationen des Küchenteams dann völlig relaxed genießt, wird schnell deutlich, dass hier einfach alles zusammenpasst! Denn genauso unaufgeregt und stilsicher wie sich schon die Umgebung präsentiert, gerät auch die hocharomatische, hie und da mit einem Extragrad Schärfe versehene Frische-Küche des Hauses…

Definitiv eine besondere Stärke des Küchenteams sind Suppenkreationen wie „Tom Kha“ und „Wun Sen“, die zeigen, mit wie viel Liebe fürs Detail man hier an den Herd tritt. Denn sowohl die mit Kokosmilch angesetzte, leicht säuerliche Variante, die mit Zitronengras, Thai-Ingwer und Limettenblättern zitrisch und leicht geschärft daherkommt, als auch die klare Bouillon mit Glasnudeln, Karotten und Chinakohl sind echte Highlights. Allein schon die hauchfein geschnittene Gemüse-Einlage unterstreicht dabei, mit welchem Aufwand man sich hier auch vermeintlich nebensächlichem Beiwerk widmet. Auf’s Detail kommt es halt an…

Auf dem gleichen Niveau befindet sich auch der Hauptgang „Pad Thai“, ein Hausklassiker, der gebratene Reisnudeln unter anderem mit Erdnüssen, Lauchzwiebeln und Sojakeimlingen knackig und süffig zusammenbringt. Als Clou sorgen hierbei die Aromen von Tamarinde und Limette für den erweiternden Kick, der den übrigens auch optisch sehr ansprechend gestalteten Teller abrundet.

Der sehr freundliche Service, der auch bei voll besetztem Gastraum die Ruhe bewahrt, berät zudem auch gern bei der Getränkeauswahl. Neben selbst serviertem grünen Tee lockt die kleine Weinauswahl und auch im alkoholfreien Segment wird man sicher fündig.

📍 Bergheimerstr. 137, 69115 Heidelberg, 06221 4557891 🕙 Di. bis So. 18 – 22 Uhr

Tokyo Sushi Bar, Mannheim

Erstklassige Qualität und wunderbare Frische: Die Tokyo Sushi Bar Foto: Christian Scheuermann
Erstklassige Qualität und wunderbare Frische: Die Tokyo Sushi Bar

Zu einer Zeit, in der noch nicht an buchstäblich jeder Straßenecke Sushi angeboten wurde, war es ohne Zweifel die Tokyo Sushi Bar in den Mannheimer Q-Quadraten, die viele für die damals neue Art japanischer Spezialitäten begeisterte. Das lag ohne Frage daran, dass man hier eben ganz besonders auf Qualität achtete und sich von Beginn an bewusst fernab von Fließband- und All-you-can-eat-Völlerei positionierte. Und gerade weil die Betreiber über die Jahre hinweg diesbezüglich keinerlei Abstriche gemacht haben und immer noch penibel auf die Güte der verwendeten Produkte achten, sind die beiden Dependancen in der Region immer noch das Maß aller Dinge. Trends und Moden werden von den stoisch am Tresen arbeitenden Sushi-Meistern zudem lässig ignoriert, sodass man die etwas sperrigen Entwicklungen der letzten Jahre hier vergeblich sucht. Und das ist auch gut so! Denn die Konzentration auf das traditionelle Tableau aus Nigiri, Maki, Sashimi und Co. braucht keine Erweiterung mit Frischkäse, BBQ-Sauce, Hähnchenfleisch oder ähnlichem Frevel.

Weil man die langjährigen Hausklassiker also weiterhin in makelloser Ausführung bekommt, vermisst man natürlich auch keine vermeintlichen Innovationen! Der unwidersprochene Gradmesser für Sushi stellt neben taufrischem Fisch selbstverständlich nach wie vor der Reis dar, der hier natürlich minutiös auf den Punkt gegart und perfekt gesäuert die Basis bildet. Dass Fisch und Krustentiere zudem mehrmals die Woche fangfrisch bezogen und vom Küchenteam mit allergrößter Sorgfalt behandelt werden, muss ebenfalls nicht gesondert erwähnt werden. Und angefangen von kleinen Appetizern wie den unterschiedlich bestückten Maki-Sexten über die zur Tüte gerollten, ungemein intensiv-aromatischen Temaki bis hin zu den Inside-Out-Rolls sind alle Offerten nach wie vor über jeden Zweifel erhaben! Wer sich übrigens einen noch breiteren Überblick über das Programm verschaffen möchte, sollte sich für das mehrgängige Tokyo-Special-Menü entscheiden: Zur breiten Auswahl an Sushi bekommt man hierbei vorweg nach einer klassischen Miso-Suppe noch eine täglich wechselnde Vorspeise sowie ein Dessert zum Abschluss. Ein wichtiges Element stellt selbstverständlich auch der dezent beleuchtete Gastraum dar, den das Serviceteam souverän bespielt. Die Getränkeauswahl ist gerade im Weinbereich mittlerweile recht stattlich und auch ein traditioneller grüner Tee steht als Begleitung zur Wahl – oder man genießt zum Abschluss ein Gläschen Pflaumenwein und freut sich dabei schon auf den nächsten Besuch.

📍 Q4, 12-16 und Q5, 23, 68161 Mannheim, 0621 33 65 338 🕙 Mo. bis Fr. 12 – 15 Uhr, 17 – 22 Uhr, Sa. 12 – 22 Uhr, So. und Fe. 17 – 21 Uhr

Hikoo Noodle Kitchen, Mannheim

Das Hikoo Noodle Kitchen Mannheim. Viel mehr als profane Nudelsuppe: Ramen ist echtes Soulfood. Foto: Christian Scheuermann
Das Hikoo Noodle Kitchen Mannheim. Viel mehr als profane Nudelsuppe: Ramen ist echtes Soulfood.

Dass die japanische Küche neben Sushi noch so einiges mehr zu bieten hat, lässt sich endlich zunehmend auch in unserer Region beobachten. Es geht natürlich um „Ramen“, das mit dem profanen Begriff „Nudelsuppe“ nur äußerst unzureichend beschriebene Soulfood, das im Herkunftsland gerne lautstark schmatzend zu sich genommen (und dadurch für jeden erkennbar wertgeschätzt!) wird. Weil die qualitätsfanatische Nippon-Küche hierbei ein eben nur vermeintlich simples Arrangement auf ein ganz neues Genuss-Level befördert, ist die kulinarische Entdeckung auch etwas für Skeptiker – es lohnt sich! Apropos Qualität: Ganz egal, welche der fünf verschiedenen, bei hoher Hitze über acht Stunden eingekochten, siedend heiß servierten Tonkotsu- oder Shoyu-Brühen man im kleinen, meist sehr gut gebuchten Restaurant in den Mannheimer Quadraten als Ausgangspunkt wählt – einen amtlichen Umami-Kick liefern sowohl die fleischhaltigen als auch die vegetarischen oder veganen Varianten. Bestückt mit typischen Zutaten wie dem Ramen-Ei „Ajitama“, Sesampaste oder Kikurage-Pilzen entsteht in Summe maximaler Genuss, der im „Hikoo“ im sogenannten Sapporo-Style authentisch umgesetzt wird. Gerade das kontrastreiche Zusammenspiel von leicht rösig geflammten Tomaten, gebratenem Tofu und knackigen Bambussprossen in der Variante „Tofu Veggie“ lieferte bei unserem Besuch den Beweis für die Klasse der hiesigen Kreationen. Dass nur wenige Elemente die selbstverständlich perfekt auf den Punkt gebrachten Nudeln begleiten, sorgt zunächst für klare Aromen- und Textur-Akkorde. Durch den Kontrast von heißer Brühe und kalten Elementen, auch noch wohl temperiert gepusht, entsteht so auf kleinem Raum ungemein konzentrierter und tiefgründig-komplexer Geschmack. Klasse!

Wer lieber ein authentisches japanisches Curry probieren möchte, das neben einer kleinen Auswahl an Gerichten rund um Gyoza-Teigtaschen mit hausgemachter Sauce auf der erfreulich übersichtlichen Karte zur Auswahl steht, kommt übrigens ebenfalls auf seine Kosten. Das mit knusprig frittiertem Hähnchen getoppte „Kara-Age“-Curry überzeugt da nämlich genauso wie die Chili-Gyoza, die auch in der vegetarischen Ausführung aromenscharf aufgetragen werden.Begleitet mit einem Kirin-Bier oder einer Ramune-Limonade genießt man das alles übrigens mindestens so gut wie in Tokio oder Kyoto – zumal man im schon mal etwas lauteren Gastraum auf Holzbänken Platz nimmt und so schon typische Streetfood-Vibes entstehen! Abgerundet durch den sehr zuvorkommenden Service wird der Besuch also zum gelungenen Asia-Kurztrip mit Genussgarantie – der übrigens auch noch im besten Sinne seinen Preis wert ist!

📍 L 10,9, 68161 Mannheim, 0621 4377 5773 🕙 Mo. bis Fr. 11.30 - 14.30 Uhr und 17.30 - 21.30 Uhr, Sa. 12 - 21 Uhr