Heidelberg: Zoobesuch zwischen den Jahren – Tannenbäume und Tigerbabys
Zwischen Tannen und Tigern, Tannenbäume als "Winter-Enrichment" und ersten Einblicken ins Raubtierhaus im Zoo Heidelberg. Was über Neujahr im Zoo geboten wird.
Heidelberg. Zwischen den Jahren lohnt sich ein winterlicher Ausflug in den Zoo Heidelberg besonders. In vielen Gehegen sorgen frisch aufgestellte Tannenbäume für Abwechslung, und mit etwas Glück können Besucher im Raubtierhaus erstmals die beiden Tigerjungtiere beobachten. Das Zoo-Team bittet dabei ausdrücklich um Rücksichtnahme, damit das Haus weiterhin geöffnet bleiben kann.
Tannenbäume bringen Abwechslung in die Gehege
Bei den Zwergottern herrscht reges Treiben: Eine Tanne liegt mitten auf der Anlage. Die Tiere huschen durch die Tannennadeln, zerren an den Ästen und toben um den Baum herum. Auch bei den Trampeltieren überwindet der diesjährige Nachwuchs nach kurzem Zögern seine Skepsis gegenüber dem unbekannten Objekt, das im Gehege hängt. Die Asiatischen Elefanten wiederum lassen sich beim winterlichen Snack nicht lange bitten. Solche besonderen Beobachtungen machen den Zoobesuch zum Jahreswechsel für viele Besucher zu einem echten Erlebnis.
"Winter-Enrichment" mit klaren Qualitätsregeln
Aus tierhalterischer Sicht sind die gespendeten Tannenbäume weit mehr als Dekoration. Sie dienen als Beschäftigungsmaterial und bringen neue Reize in den Alltag der Tiere. „Die Bäume bringen neue Gerüche und Strukturen ins Gehege. Einige Tiere nutzen sie zum Spielen, andere knabbern daran – beides ist wertvolle Beschäftigung“, erklärt Zoo-Inspektor Jörg Kubacki.
Seit vielen Jahren arbeitet der Zoo Heidelberg mit festen Partnern aus der Region zusammen, die unverkaufte Weihnachtsbäume spenden. „Von Privatpersonen nehmen wir keine Bäume an“, betont Kubacki. „Wir haben hohe Qualitätsansprüche an das Futter und das Beschäftigungsmaterial für unsere Tiere. Die Bäume müssen naturbelassen und unbehandelt sein. Das können wir bei privaten Spenden leider nicht sicherstellen. Außerdem kann Weihnachtsbaumschmuck wie Lametta oder Kunstschnee Rückstände hinterlassen, die nicht in Tiermägen gehören.“
Erste Einblicke ins Raubtierhaus
Eine weitere Neuigkeit, auf die viele Zoo-Freunde gewartet haben: Das Raubtierhaus ist aktuell wieder geöffnet. Besucher dürfen auf einen ersten Blick auf die Tigerjungtiere hoffen und können diese beim Tapsen durch die Innenanlage beobachten. Die kleinen Tiger werden zunehmend mobiler und erkunden in einem kleinen Radius nahe bei der Mutter ihre Umgebung.
Doch das Wohl der Tiere hat Vorrang. „Wir beobachten sehr genau, wie die Tiere auf den Besucherverkehr reagieren“, erklärt Manuel Stumpf, stellvertretender Leiter des Raubtierreviers. „Sollte es zu unruhig werden, schließen wir das Haus wieder. Unsere erfahrene Tigermutter zeigt sich aber momentan entspannt. Sie kann sich zudem jederzeit mit ihrem Nachwuchs in den geschützten Wurfboxbereich zurückziehen.“
Öffnungszeiten rund um den Jahreswechsel
Eine Garantie für die Sichtung der Tigerjungtiere gibt es also nicht. Genau das macht den Zoobesuch zwischen den Jahren jedoch besonders spannend: Mit etwas Geduld erleben Besucher tierische Momente, die es so nur jetzt gibt. Für die Planung des Zoobesuchs gilt: An Silvester ist der Zoo Heidelberg bis 13 Uhr geöffnet. An Neujahr sowie am 6. Januar öffnet der Zoo regulär von 9 bis 17 Uhr.