Kurios: Stadt sperrt Zebrastreifen in Eberbach
Ein Zebrastreifen in Eberbach sorgt derzeit für Verwirrung und Heiterkeit. Der Fußgängerüberweg an der Brückenstraße ist ungewöhnlicherweise gesperrt, obwohl er leicht umgangen werden kann.
Das nennt man dann wohl Schildbürgerstreich 2.0: Im beschaulichen Örtchen Eberbach (Rhein-Neckar-Kreis, rund 15.000 Einwohner) sorgt ein Zebrastreifen derzeit für Kopfschütteln und amüsierte Blicke. Denn der Fußgängerüberweg an der Brückenstraße ist derzeit gesperrt - mit zwei Absperrschranken und einem Schild "Verbot für Fußgänger". Allerdings kann man das Verbot sehr leicht "umgehen", indem man einfach links oder rechts davon die Straße überquert. Warum also der Aufwand?
Bei einer Verkehrsschau wurde laut Stadtverwaltung festgestellt, dass der Fußgängerüberweg auf der Brückenstraßen zu nah an der Bushaltestelle liegen würde und deshalb "nicht den Richtlinien zur Anlage von Fußgängerüberwegen" entspricht. Mit anderen Worten: zu dicht an der Bushaltestelle und das ist nicht erlaubt. Kurzerhand wurde der Zebrastreifen daher abgesperrt.
Das sagen die Passanten in Eberbach
Der Plan, der Zebrastreifen soll aus „Verkehrssicherungsgründen“ verschwinden. Bis es aber so weit ist, sorgen Absperrschranken auf beiden Seiten dafür, dass man den Fußgängerüberweg nicht begehen kann. Die Stadtverwaltung weist auf Alternativen hin, die sich "in fußläufig zumutbarer Entfernung" befinden!
Und was sagen die Passanten? "Der Zebrastreifen ist doch schon zwanzig Jahre da", sagt Renate Wolf. Husein Üstün kann die Maßnahme hingegen verstehen. Wenn der Bus halte, könne man die Strecke tatsächlich schwer überblicken, sagt er und findet es richtig, dass der Überweg nun gesperrt wurde.