Leichenfund in Mannheim: Weiterer Tatverdächtiger festgenommen
Am 14. Oktober wurde in der Nähe der Mannheimer Pferderennbahn die Leiche einer 51-jährigen Frau gefunden. Jetzt sitzt ein zweiter Tatverdächtiger in Untersuchungshaft.
Im Fall der Frauenleiche, die am Montag, 14. Oktober, in der Nähe der Mannheimer Pferderennbahn gefunden wurde, ist nun Haftbefehl gegen eine 37-jährige Frau erlassen worden. Durch die bisherigen Ermittlungen der Soko "Ramus" steht sie unter dringendem Tatverdacht, die 51-Jährige aus bislang ungeklärten Gründen getötet zu haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim hat das Amtsgericht Mannheim Haftbefehl gegen die 37-Jährige wegen des Verdachts des Totschlags erlassen. Wie aus einer Pressemitteilung der Polizei hervorgeht, waren die Tatverdächtige und die 51-Jährige wohl Mitbewohnerinnen.
Zusammenhang mit Tötung in Lampertheim?
Zusammenhänge mit der Tötung einer 36-jährigen Joggerin am 16. September in Lampertheim oder mit weiteren Tötungsdelikten haben sich im Rahmen der Ermittlungen nicht ergeben.
Nach Angaben der Polizei wurde die Tatverdächtige am Dienstagnachmittag, 15. Oktober, dem zuständigen Haft- und Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Mannheim vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim Haftbefehl wegen Totschlags erließ und in Vollzug setzte. Im Anschluss wurde die Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Weiterer Tatverdächtiger in Untersuchungshaft
Weitere Ermittlungen der Soko "Ramus" ergaben einen dringenden Tatverdacht gegen den Freund der 37-jährigen Tatverdächtigen wegen versuchter Strafvereitelung. Dem 36-jährigen Mann wird zur Last gelegt, den Leichnam der 51-jährigen Frau in ein Waldstück nahe der Pferderennbahn gebracht zu haben, um diesen zu verstecken und eine Bestrafung der Tatverdächtigen zu verhindern.
Der zunächst flüchtige 36-Jährige konnte nach intensiven Ermittlungen durch die Sonderkommission "Ramus" der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg am Sonntag, dem 27. Oktober, in einem Wohnhaus in Ludwigshafen lokalisiert und dort mit Unterstützung von Spezialeinheiten aus Rheinland-Pfalz festgenommen werden.
Der Tatverdächtige wurde am Montagnachmittag dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Mannheim vorgeführt, welcher auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim den bereits erlassenen Haftbefehl aufgrund von Flucht- und Verdunkelungsgefahr in Vollzug setzte. Anschließend wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Dies geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Mannheim und des Polizeipräsidiums Mannheim hervor.
Die weiteren Umstände der Tat sind weiterhin Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Sonderkommission aus mehr als 50 Ermittlerinnen und Ermittlern bleibt ebenfalls bestehen.