Verkehrskontrolle

Mannheim: Polizei nimmt „Poser“ in die Mangel

Mit 140 Sachen durch die Innenstadt: Polizei und Ordnungsdienst haben in Mannheim wieder „Poser-Kontrollen“ durchgeführt. Dabei stellten die Einsatzkräfte über 300 Verstöße fest.

Gegen fünf Audi-Insassen wurden Ermittlungen eingeleitet (Symbolbild). Foto: Adobe Stock
Gegen fünf Audi-Insassen wurden Ermittlungen eingeleitet (Symbolbild).

Mannheim. Die Ermittlungsgruppe Poser des Polizeipräsidiums Mannheim hat am Freitagabend gemeinsam mit Einsatzkräften des städtischen Ordnungsdienstes umfangreiche Verkehrskontrollen in der Innenstadt durchgeführt. Wie die Stadt Mannheim in einer Pressemitteilung berichtet, wurden dabei mehrere Hundert Verstöße festgestellt. Ziel der Aktion war es, gegen rücksichtsloses Verhalten der Poser- und illegalen Tuningszene vorzugehen. Bei den Schwerpunktkontrollen rückten neben Geschwindigkeitsmessungen auch Falschparker in den Fokus.

Den unrühmliche Spitzenreiter bei den Geschwindigkeitskontrollen erfassten die Einsatzkräfte in der Reichskanzler-Müller-Straße. Ein Autofahrer bretterte mit satten 138 Stundenkilometern durch die dortige 50er-Zone. In Sachen „Posing“ und illegalem Tuning wurden insgesamt 68 Fahrzeuge sowie 94 Insassen unter die Lupe genommen. Insgesamt stellte die Ermittlungsgruppe 21 Verstöße wegen unnötiger Lärm- und Abgasbelästigung fest. An vier Autos wurden unzulässige technische Veränderungen vorgenommen. Die betroffenen Fahrzeuge wurden sichergestellt.

Ermittlungen gegen fünf Tatverdächtige

Während der Kontrollen wurde ein Audi A3 mit fünf Insassen gestoppt. Bei der Abfrage des Kennzeichens in den polizeilichen Informationssystemen stellte sich heraus, dass das Fahrzeug zur Eigentumssicherung ausgeschrieben war. Die Personen hatten den Wagen zuvor zwar rechtmäßig von einer Fahrzeugvermietung angemietet, den Audi jedoch nach Ablauf des Mietvertrags nicht wieder zurückgegeben. Zudem fiel auf, dass das durch die Fahrzeugvermietung installierte Sicherheitssystem gegen Diebstahl manipuliert wurde. Gegen die fünf Tatverdächtigen wurden Ermittlungen eingeleitet. Sie mussten eine Sicherheitsleistung in Höhe von 800 Euro hinterlegen.

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Insgesamt stellten die Einsatzkräfte 242 Parkverstöße in der Mannheimer Innenstadt sowie 123 Geschwindigkeitsüberschreitungen fest. Daraus ergaben sich:

  • zwei Fahrverbote aufgrund der Überschreitungen der zulässigen Geschwindigkeit
  • 21 Anzeigen wegen der unnötigen Verursachung von Lärm
  • vier Anzeigen wegen unzulässiger technischer Veränderungen und Manipulationen
  • vier Sicherstellungen von Fahrzeugen
  • einmal Fahren ohne Fahrerlaubnis
  • 17 Mängelberichte
  • 15 Verstöße gegen die Gurtpflicht
  • neun Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Handynutzung am Steuer
  • zwei Anzeigen wegen des unzulässigen Befahrens von Radwegen beziehungsweise wegen Rechtsüberholens
  • zwei abgeschleppte Autos

Weitere gemeinsame „Poser-Kontrollen“ von Ordnungsdienst und Polizei sind über den ganzen Sommer hinweg geplant.