Mannheim: Prozess gegen Raser nach tödlichem Unfall auf B36
Der Mann soll im vergangenen Jahr einen Unfall mit mehreren Verletzten und einer tödlich verletzten Frau verursacht haben. Zu dem Zeitpunkt soll er nicht schuldfähig gewesen sein - und soll weiterhin in einer Psychiatrie untergebracht werden.
Mannheim. Ein Mann soll am 8. Juni einen tödlichen Unfall auf der B36 zwischen Mannheim-Neckarau und Neuostheim verursacht haben. Hierbei wurden zudem mehrere Personen verletzt und Autos beschädigt, teilte das Landgericht Mannheim mit. Die Staatsanwaltschaft habe die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt, da der Mann an einer Schizophrenie leide und zum Tatzeitpunkt nicht schuldfähig gewesen sein soll. Der Prozess beginnt am Donnerstag, 6. Februar (9 Uhr).
Der im Jahr 1972 geborene Mann soll im Juni mit mehr als 100 bei erlaubten 50 Stundenkilometern die B36 befahren haben. Dabei soll er unter anderem ein Auto überholt und beschädigt haben. Daraufhin soll er zwischen zwei Fahrzeugen auf dem rechten und linken Fahrstreifen hindurchgefahren und diese Lücke nach Angaben des Landgerichts Mannheim "durchbrochen" haben. Anschließend soll er auf ein weiteres Auto aufgefahren sein. An sämtlichen Fahrzeugen sei Totalschaden entstanden, mehrere Menschen wurden verletzt. Eine Frau erlag ihren lebensgefährlichen Verletzungen.
Der Mann befindet sich aktuell in einer Psychiatrie. Insgesamt sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Das Gericht weist darauf hin, dass in Verfahren, die die Unterbringung eines Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus oder in einer Entziehungsanstalt zum Gegenstand haben, die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden kann. Die Verkündung des Urteils erfolgt jedoch öffentlich. (dls)