Mobilität

VRN-Tickets werden ab Januar teurer

Verkehrsverbund Rhein-Neckar: Preissteigerung von durchschnittlich 7,9 Prozent. Für Besitzer des Deutschland-Tickets ändert sich nichts.

Die Preise beim VRN werden ab Januar steigen. Die meisten Abonnenten betrifft das jedoch nicht: 98 Prozent nutzen nämlich das Deutschland-Ticket. Foto: Symbolbild: Philipp Reimer
Die Preise beim VRN werden ab Januar steigen. Die meisten Abonnenten betrifft das jedoch nicht: 98 Prozent nutzen nämlich das Deutschland-Ticket.

Die Versammlung der Verbundunternehmen im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) hat beschlossen, die Preise für Fahrten mit den Bussen und Bahnen im VRN ab dem 1. Januar 2024 um durchschnittlich 7,9 Prozent anzuheben.

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Diese Entscheidung dient den Zielen, einen zuverlässigen öffentlichen Nahverkehr in der Metropolregion Rhein-Neckar aufrechtzuerhalten, keine Qualitätseinbußen in Kauf nehmen zu müssen und in modernere Verkehrslösungen zu investieren. VRN-Geschäftsführer Dr. Michael Winnes betonte: „Gleichzeitig ist uns bewusst, dass jede Preisanpassung eine zusätzliche Belastung für die Fahrgäste darstellen kann. Deshalb sind wir bestrebt, diese auf das absolut notwendige Minimum zu beschränken.“ Die Preisanpassung erfolge gemäß Vorgabe von Bund und Ländern gleichmäßig über alle VRN-Tarifprodukte hinweg, lediglich notwendige Rundungen seien berücksichtigt worden.

Die gute Nachricht

Die gute Nachricht: Für die meisten VRN-Kunden ändere sich zum 1. Januar 2024 erst mal nichts. Denn der Preis des Deutschland-Tickets beträgt weiterhin 49 Euro pro Monat. „Die Einführung des Deutschland-Tickets ist aus Sicht der Verkehrsunternehmen und des VRN ein bedeutender Schritt hin zu einem vereinfachten und für alle bezahlbaren öffentlichen Verkehrssystem“, macht Christian Volz, kaufmännischer Geschäftsführer der rnv und Vorsitzender der Versammlung der Verbundunternehmen deutlich.

Dass dieses Angebot eine gute Option für viele Fahrgäste darstellt, spiegele sich auch in der positiven Entwicklung der Verkaufszahlen wider, meint Volz. „Entscheidend ist nun, dass Bund und Länder die Finanzierung des Deutschland-Tickets langfristig sichern.“ Nach der automatischen Umstellung von rund 210 000 VRN-Abonnements auf das Deutschland-Ticket zum 1. Mai folgte in den sechs Monaten danach ein Anstieg um 30 Prozent auf etwa 275 000 dauerhafte D-Ticket-Abonnenten, vor allem aus dem Jobticket-Bereich, berichtet der Verkehrsverbund. Hier konnten 25 Prozent mehr Firmenpartner und durchschnittlich 50 Prozent mehr Nutzer innerhalb der bisherigen Partnerunternehmen gewonnen werden.

98 Prozent nutzen Ticket

Mit der Umstellung des JugendticketBW auf das Deutschland-Ticket Anfang Dezember stieg die Anzahl der D-Ticket-Abos nochmals signifikant auf rund 350 000. Damit besitzen rund 98 Prozent der Abonnenten im VRN ein Deutschland-Ticket, mit einem Anteil von über 70 Prozent an den Gesamtfahrgeldeinnahmen.