Haupt- und Finanzausschuss

Abtsteinach: Gremium berät über den Haushalt der Gemeinde im kommenden Jahr

Haupt- und Finanzausschuss berät über den Haushalt der Gemeinde Abtsteinach im kommenden Jahr. Der Etat weist einen kleinen Überschuss auf. Dennoch ist die Haushaltslage angespannt.

Mit einem kleinen Plus schließt der Haushalt in der Gemeinde Abtsteinach ab. Rund 4 Millionen Euro investiert die Gemeinde in laufende Projekte. (Symbolbild) Foto: Melanie Kummer
Mit einem kleinen Plus schließt der Haushalt in der Gemeinde Abtsteinach ab. Rund 4 Millionen Euro investiert die Gemeinde in laufende Projekte. (Symbolbild)

Abtsteinach. Nicht ganz einig über den Haushalt für das Jahr 2025 war sich der Abtsteinacher Haupt- und Finanzausschuss bei seiner jüngsten Sitzung. Lediglich die Haushaltssatzung empfahl das Gremium einstimmig, beim Stellenplan und beim Investitionsprogramm gab es zwei Enthaltungen seitens der CDU. Denn die Gemeinde Abtsteinach befindet sich in einer angespannten Haushaltslage. Das liegt vor allem an den hohen Investitionen, die mittelfristig anstehen. Dennoch legten Bürgermeister Sven Bassauer und Fachbereichsleiterin Dominique Hilman einen genehmigungsfähigen Etat vor.

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Wie steht die Gemeinde Abtsteinach finanziell da?

Der Ergebnishaushalt weist nach den Beratungen einen kleinen Überschuss von 22.850 Euro aus. Davon entfallen 14.850 Euro auf das ordentliche Ergebnis, 8.000 Euro durch den Verkauf eines Feuerwehrautos im außerordentlichen Ergebnis. Besonders zu Buche schlagen die Kreis- und die Schulumlage: Rund 2,3 Millionen Euro zahlt die Gemeinde an den Kreis. Das sind 150.000 Euro mehr als im Vorjahr. Demgegenüber stehen Schlüsselzuweisungen in Höhe von lediglich 577.000 Euro.

Die Tilgungen können weiterhin aus der laufenden Verwaltungstätigkeit erwirtschaftet werden, weshalb der Haushalt genehmigungsfähig ist, wie Hilman erklärt. Inbegriffen ist ein Kredit in Höhe von 1,6 Millionen Euro, was einer Nettoneuverschuldung von rund 1,2 Millionen Euro entspricht.

Wie entwickelt sich die Grundsteuer nach der Reform?

Für die Gewerbesteuer werden insgesamt 1,45 Millionen Euro veranschlagt, abzüglich der Umlage bleiben noch rund 1,25 Millionen Euro in der Gemeindekasse. Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer wird mit 2,2 Millionen Euro geplant.

Worin investiert die Gemeinde Abtsteinach in diesem Jahr?

Rund 4,1 Millionen Euro wird die Gemeinde in verschiedene Projekte investieren. Lediglich knapp die Hälfte davon ist durch Zuschüsse finanzierbar, weshalb die Gemeinde rund 2,1 Millionen Euro selbst stemmen muss. In den nächsten Jahren stehen die drei großen, bereits bekannten Projekte an: die Neukonzeption des Kindergartens, der Neubau des Feuerwehrhauses und der Anschluss an den Abwasserzweckverband Steinachtal.

Letzterer verschiebt sich voraussichtlich um ein Jahr nach hinten. Statt 2 Millionen Euro sind für 2025 also nur 500.000 Euro geplant. Die Gemeinde kann während des Projekts zwei Zuschüsse einplanen, jeweils einer im Jahr 2027 und im Jahr 2028. Wie hoch diese allerdings sein werden, bleibe noch abzuwarten, erklärte Bürgermeister Sven Bassauer. Bis zu maximal 60 Prozent der Kosten könnten gefördert werden.

Wie genau es beim Kindergarten „Stoanischer Abenteuerland“ weitergeht steht ebenfalls noch nicht fest, weshalb der Haushalt 2025 hierfür noch keine Investitionsstelle ausweist. Sollte die Gemeinde das Gebäude des Kindergartens kaufen, könnten zuzüglich auch Sanierungskosten anfallen. Bei einem Neubau würden Kosten für die Konzeption und den Bau selbst anfallen. Hinzu kommen die laufenden Kosten für den Unterhalt der bereits bestehenden Einrichtungen.

Auch für den Neubau des Feuerwehrhauses fallen Kosten für Grundstück, Planung, Bau und Ausstattung sowie nach Abschluss die laufenden Unterhaltskosten an. Eine Million Euro ist dafür im Haushalt 2025 eingeplant. Hinzu kommen unter anderem Straßenbauprojekte, wie die Sanierung von Gemeindestraßen mit 375.000 Euro.

Welche Investitionen stehen noch aus 2024 an?

Haushaltsreste in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro sind noch aus dem vergangenen Jahr übrig geblieben. Dazu gehören neben den bereits laufenden Großprojekten auch die Sanierung des Gebäudes in der Hauptstraße 60, die noch nicht umgesetzt wurde, sowie verschiedene Straßenbaumaßnahmen wie der Ausbau der Bürgersteige in der Weinheimer Straße und der derzeit laufende Ausbau der Bushaltestellen.

Weiter fallen Kosten für die Ausstattung der Feuerwehren und Kindergärten an. Es werden somit aus dem vergangenen Jahr rund 2,2 Millionen Euro übertragen, welche über die liquiden Mittel gedeckt sind.