Birkenau

Birkenauer Rathaus wird zum Kinosaal

Im Rahmen des Filmfestivals der Generationen zeigt das Rathaus zwei Filme und freut sich über den Zuspruch.

Zu Anfang dieser Woche wurde das Birkenauer Rathaus abermals zum Kinosaal: Bereits zum neunten Mal beteiligte sich die Gemeinde am „Europäischen Filmfestival der Generationen“. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Zu Anfang dieser Woche wurde das Birkenauer Rathaus abermals zum Kinosaal: Bereits zum neunten Mal beteiligte sich die Gemeinde am „Europäischen Filmfestival der Generationen“.

Bereits zum neunten Mal wurde der Sitzungssaal im Birkenauer Rathaus zum Kino: Im Rahmen des „Europäischen Filmfestivals der Generationen“ wurde in der Gemeinde zu insgesamt zwei Filmabenden eingeladen. Die Streifen, die gezeigt wurden, beschäftigen sich mit den Themen Alter, Altern und demografischer Wandel und wollen zum Nachdenken und zum gegenseitigen Austausch zwischen den Generationen beitragen. Am Montagabend wurde der Film „Hope“ gezeigt, am Dienstag dann „Mit Herz und Hund“. Auch nach der diesjährigen Birkenauer Auflage war klar: Das Filmfestival ist eine lieb gewonnene Veranstaltungsreihe, die man in Birkenau nicht mehr missen möchte.

Kein Kinoabend ohne Knabbereien

Verwaltungsmitarbeiterin Sonja Baumgartl begrüßte in Vertretung von Organisatorin Sandra Rausch das Publikum, das im gemütlich hergerichteten Rathaussaal Platz nahm und sich auf den Abend einstimmte. Auf Getränke und Knabbereien musste nämlich nicht verzichtet werden, schließlich gehören diese zu einem echten Kinoabend dazu.

Bürgermeister Milan Mapplassary, der sich vor Beginn des Films an die rund 35 Besucher wandte, freute sich am Montagabend über den Zuspruch zu dieser Veranstaltungsreihe. Er sprach einleitende Worte zu dem Film „Hope“, ein biographisches Werk unter der Regie von Maria Sødahl, der die Geschichte einer Patchworkfamilie erzählt, die in den ohnehin schon stressigen Tagen vor Heiligabend mit einer überraschenden Krebsdiagnose eines Familienmitglieds umgehen muss – und auf ganz eigene Weise in diesen schweren Tagen ein „frohes Fest“ feiert. In dem norwegischen Drama wird außerdem die Geschichte von einem Paar erzählt, das sich zwischen Angst und Hoffnung bewegt, das sich neu kennenlernt, seine Vergangenheit aufarbeitet und sich in der Gegenwart um die ungewisse Zukunft kümmern muss. Und die Hoffnung bleibt.

Im Rennen um den Oscar

Ein Detail, das das Publikum besonders bewegte: Die Regisseurin erzählt in „Hope“ größtenteils ihre selbst erlebte Geschichte. Norwegen schickte den Film „Hope“ im Jahr 2021 in das Rennen um den Oscar – zwar ging der Film bei der Prämierung des besten internationalen Films leer aus, am Montagabend ließ er jedoch ein erstauntes Publikum zurück. Während des rund zweistündigen Films ist es mal mucksmäuschenstill, mal wird gelacht, dann auch mal geweint und das Publikum reagiert, erkennt Zusammenhänge (und vielleicht auch sich selbst darin) und fühlt mit – so wie Kino eben sein muss.