Erlenbach

Ein halbes Jahrhundert lang aktiv

Die Freien Wähler feierten jetzt ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Sommerfest. Bei der Ansprache gab es einen Aus- und Rückblick auf Stationen der Kommunalpolitik.

Erinnerungen und Ausblicke gab es jetzt Sommerfest der Freien Wähler zum 50-jährigen Bestehen. Foto: Katrin Oeldorf
Erinnerungen und Ausblicke gab es jetzt Sommerfest der Freien Wähler zum 50-jährigen Bestehen.

Gemütlich zusammen sein – mit einem geselligen Sommerfest, einer kleinen, lockeren Runde auf dem Dorfplatz, feierten die Freien Wähler Fürth am Samstag das 50-jährige Bestehen ihrer Gemeinschaft.

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Dieses Fest war bereits im vergangenen Jahr von Georg Oberle, dem einstigen Ortsvorsteher, geplant und vorbereitet worden. Oberle verstarb jedoch überraschend vor dem Termin, weshalb alle Aktivitäten zunächst abgesagt wurden. „Wir mussten uns erst einmal sammeln, wollten die Feierlichkeiten nun aber nachholen und auch seiner gedenken“, brachte es jetzt der aktuelle Ortsvorsteher Bernd Bauer auf den Punkt.

20 Mitglieder

Aktuell bestehe die Gruppierung aus rund 20 Mitgliedern. In Erlenbach und Linnenbach seien jeweils drei aktiv. Der Ortsvorsteher des Nachbar-Ortsteils, Adalbert Keil, ließ sich die Feierlichkeiten ebenfalls nicht entgehen. Und auch wenn Parteiliches privaten Themen an diesem Tag weichen sollte, konnte es doch nicht ganz ausgeklammert werden. Bauer resümierte in seiner Ansprache gerne, auf was man stolz bei den Freien Wähler ist: „Mit meinen zwei Jahren bei den FW darf ich nun auf die letztem 50 plus ein Jahr zurückblicken.“

Aber man müsse ja nicht alles selbst wissen. „Man muss nur wissen, wen man im Zweifelsfall fragen kann“, bemerkte Bauer, der fortfuhr und auf die Verdienste langjähriger Mitglieder einging. 1972 und 73 habe es die Gebietsreform gegeben. Damals sollte geklärt werden, welcher Gemeinde man sich anschließen wolle.

Die Wahl fiel auf Fürth, und das habe man bis heute nicht bereut. Einigen damals engagierten Bürgern hätten die etablierten Parteien nicht so recht zugesagt. Also hatten sie beschlossen, sich den FW-UPW anzuschließen und in Erlenbach eine Ortsgruppe zu gründen.

Gründungsmitglieder waren unter anderem Peter Bitsch, Heinz Emig, Friedel Essinger, Karl Hanske, Georg Oberle sowie Klaus und Georg Trautmann. Letzterer wurde Ortsvorsteher und wie ein Großteil der Mitglieder in den ersten Ortsbeirat gewählt. In den folgenden Jahren wurde viel in Erlenbach gemacht. Trautmann galt in dieser Hinsicht als unermüdlicher Impulsgeber und Macher. Bis 2003 war er Ortsvorsteher, ehe er von Oberle abgelöst wurde. „Beide waren besonders feinfühlig. Sie reagierten auf viele Wünsche und Anregungen der Bürgerschaft“, resümierte nun Bauer.

Lange Nachwirkung

Besondere Erwähnung fanden in seiner Ansprache die Dinge, die bis heute noch auf das gesellschaftliche Leben nachwirken. Nämlich die Sport- und Kulturhalle, die Umgestaltung des Dorfplatzes mit Bau und Ausbau der Pergola mit Küche, der Friedhof-Parkplatz und die Glocke, später die Urnengräber und Toiletten, aber auch der Fahrradweg nach Linnenbach, der stark von der FW befürwortet wurde.

Auch ein Planschbecken hatte es gegeben, und zwar dort, wo heute der Kindergarten steht. Dass er zweigliedrig ausgebaut wird, das habe man aktuell auf dem Zettel. Doch wie überall fehlt es an Personal.

Thema Tierpark

Außerdem wolle man sich weiter für die schwierige Verkehrslage am Ortseingang starkmachen, betonte der Ortsvorsteher. Denn hier müsse dringend Abhilfe geschaffen werden.

„Besonders froh aber sind wir, dass der Verkauf des Tierparks vom Tisch ist“, sagte Mitglied Karl-Heinz Hebling. Aktuell sei eine Arbeitsgruppe dabei, ein Konzept zu erarbeiten, wie er weiter bewirtschaftet werden kann.

Es gehe alles weiter, aber viele Mühlen mahlen langsam. Daher sei es auch an den Kommunalpolitikern, dranzubleiben. Und das versprechen die Freien Wähler der Bürgerschaft in allen Belangen.