Fürther Miniaturwelten mit Herbstferien-Programm
Die Modell-Ausstellung hat bis Sonntag, 29. Oktober, jeden Tag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Besucher dürfen den Bastlern über die Schulter schauen.
Schmuddelwetter in den Ferien, aber keine Lust, zuhause zu bleiben? Lieber die Welt entdecken, in ferne Länder reisen und dabei mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen unterwegs sein. Nun, wer des Träumens leid ist, wem aber das nötige Kleingeld für eine wahrhaftige Weltreise fehlt, der könnte einen Ausflug in die Fürther Miniaturwelten machen.
Dem Schmuddelwetter entfliehen
Die Modell-Ausstellung ist in den Herbstferien bis Sonntag, 29. Oktober, täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Wenn draußen der Wind tobt und der Regen prasselt, dann kann man hier dem ungemütlichen Draußen entfliehen. Wer schon eine geraume Zeit nicht mehr da war, der kann sich beispielsweise auf das 450 Quadratmeter große Ruhrgebiet freuen. Es ist nun mit komplett neuer Oberleitung überspannt.
Außerdem wurde der Abschnitt Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz auf rund 300 Quadratmetern fertiggestellt. „Ferner haben die Kollegen unsere USA-Anlage komplett neu programmiert, sodass dort mittlerweile ein reibungsloser Betrieb möglich ist“, sagt Betreiber Michael Schuhmacher und freut sich. Denn auch für erwachsene Männer wie ihn sind solche Meilensteine ein bisschen wie Geburtstag und Weihnachten zusammen. Auch sonst gebe es immer etwas zu entdecken.
Passend zur Jahreszeit lassen einige Figürchen aktuell Drachen steigen. Mit Traktoren fahren sie die Ernte ein, und eine Gruppe Wanderer pilgert zur Burg Eltz; die mittelalterliche Anlage an der Mosel gilt immerhin als eine der schönsten landesweit.
Im Kleinen kann hier der Herbst mit all seinen Farben und Formen, aber eben auch die Welt erlebt werden. Michael Schuhmacher und sein Team sind stets bemüht, neue Anlagen anzuschaffen und zu bauen und damit neue Anreize zu schaffen. Jeder einzelne Bereich ist dabei so liebevoll und detailreich ausgestaltet, dass das menschliche Auge auf einmal gar nicht alles erfassen kann.
Bastlern über die Schulter schauen
„Wiederkommen lohnt sich also“, meint der Betreiber augenzwinkernd. Den Prozess des Entstehens beobachtet der Ausstellungschef selbst gerne. Richtig freuen kann er sich, wenn dann die Züge im Kreis fahren, oder hier und da etwas blinkt.
So geht es ihm auch immer dann nahe, wenn alte Teile oder Objekte in „Rente“ geschickt werden. So geschehen vor nicht gar zu langer Zeit mit der Deutschlandanlage. „Hier entsteht nun sukzessive ein weiter neuer Anlagenteil mit über 400 Quadratmeter Anlagenfläche – und das nach Schweizer und österreichischem Vorbild.“
Hausgemachter Kuchen
Bewusst haben sich Schuhmacher und seine Kollegen dazu entschieden, den Baubereich nicht abzuhängen. Die Besucher dürfen den Bastlern über die Schulter schauen und zusehen, wie eine solche große Modellbau-Anlage entsteht.
Seit einem Dreivierteljahr ist zudem der erste direkte Zugang zum Bahnhof Posthausen sowie zum Matterhorn, Großglockner, Watzmann und die Drei Zinnen geöffnet. Damit der Besuch in den Fürther Miniaturwelten ein rundum gelungenes Erlebnis wird, hat auch das gemütliche Café zu den Besuchszeiten geöffnet.
„Es gibt hausgemachten Kuchen“, verspricht Schuhmacher. Denn den Machern geht es auch um Gemütlichkeit, um ein bisschen Entschleunigung in diesem Herbst. Um das Herunterfahren, die Besinnung auf das Hier und Jetzt im Kleinen. Mal über den Dingen zu stehen, könne schließlich auch nicht schaden. Wer es in den Ferien nicht schafft, vorbeizukommen, sich aber trotzdem vom Fortschritt der einzelnen Bereiche überzeugen will, der kann zu den regulären Öffnungszeiten kommen.
- Geöffnet sind die Miniaturwelten regulär donnerstags, samstags und sonntags auch jeweils von 11 bis 17 Uhr. Der letzte Einlass ist um 16 Uhr möglich.