Grasellenbach: Steinbruch „Streitsdöll“ wird Geotop 2025
Zum bundesweiten Tag des Geotops stellt der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald den Steinbruch „Streitsdöll“ in den Mittelpunkt. Am 21. September stellt Diplom-Geologe Jochen Babist vor Ort das typische Gestein vor.
Grasellenbach. Versteinerte Zeugen einer fernen Vergangenheit liegen oft unscheinbar in der Landschaft verborgen. Doch wer genau hinsieht, entdeckt faszinierende Geschichten aus Millionen Jahren Erdgeschichte.
Der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald (UNESCO Global Geopark) rückt solche geologischen Schätze regelmäßig ins Licht der Öffentlichkeit. Zum bundesweiten Tag des Geotops, der jährlich am 3. Sonntag im September stattfindet, wird traditionell ein herausragendes Naturdenkmal der Region als Geotop des Jahres ausgezeichnet. Im Jahr 2025 fällt diese besondere Ehre dem Steinbruch „Streitsdöll“ bei Scharbach in der Gemeinde Grasellenbach zu.
Am Sonntag, 21. September, lädt der Geo-Naturpark ab 10.30 Uhr alle Interessierten zu einer öffentlichen Feierstunde ein, in der das ehemalige Abbaugelände mit seinen geologischen Besonderheiten vorgestellt wird.
Besonderheit: Trommgranit
Im Mittelpunkt steht der dort gewonnene, typische rosafarbene Trommgranit, der sich vor 339 Millionen Jahren bildete – zur Zeit einer Kollision zweier Kontinentalplatten. Durch das Aufschmelzen von Teilen der Erdkruste entstand ein quarzreiches Magma, aus dem der Trommgranit langsam auskristallisierte. Der Steinbruch „Streitsdöll“ entstand an einer natürlichen Felsgruppe, deren rundliche Blöcke heute noch die Oberfläche prägen, während im Abbaugebiet selbst das innere Gestein sichtbar wird. Der Ort gewährt somit einen seltenen und spannenden Einblick in die Tiefen der Erdgeschichte. Nach den Grußworten und einer fachkundigen Einführung in die geologischen Besonderheiten durch Vertreter des Geo-Naturparks führt Diplom-Geologe Jochen Babist (Fachbereichsleitung Geowissenschaften im Geo-Naturpark) durch das Gelände, wie aus der Presseinformation des Geo-Naturparks hervorgeht. Die Kurz-Exkursion soll den Besuchern weitere Einblicke in die faszinierenden Prozesse eröffnen, die zur Entstehung des Trommgranits führten.
Teilnahme ohne Anmeldung
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist laut Veranstalter kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Wanderparkplatz Tromm dient als bester Ausgangspunkt für die Anreise zum Steinbruch.
Informationen zur Anfahrt und zur Veranstaltung sind auf der Website des Geo-Naturparks https://geo-naturpark.net/
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zu finden.