Birkenau

Große Veränderungen stehen bevor

Katholische Kirchengemeinden im Weschnitztal wachsen zusammen – mit Auswirkungen auf Kirchengebäude und Pfarrheime.

In Birkenau wurde zu einer Pfarrversammlung eingeladen, in der über die laufenden Beratungen im Pastoralraum Weschnitztal informiert wurde. Thema war auch, welche Auswirkungen die Zusammenlegung der katholischen Kirchengemeinden im Weschnitztal auf die Kirchengebäude und Pfarrheime hat. Foto: Fritz Kopetzky
In Birkenau wurde zu einer Pfarrversammlung eingeladen, in der über die laufenden Beratungen im Pastoralraum Weschnitztal informiert wurde. Thema war auch, welche Auswirkungen die Zusammenlegung der katholischen Kirchengemeinden im Weschnitztal auf die Kirchengebäude und Pfarrheime hat.

Der leitende Pfarrer Hai Dang lud in der vergangenen Woche zu einer Pfarrversammlung in Birkenau ein, um über die laufenden Beratungen im Pastoralraum Weschnitztal und die bevorstehenden Änderungen zu informieren. Der Rückgang der Katholikenzahlen und das Fehlen von Pfarrern zwingt das Bistum zu drastischen Sparmaßnahmen. Der Pastoralraum ist die Vorstufe zu einer Fusion von sechs Kirchengemeinden.

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Für Birkenau bedeutet das: Zum 1. Januar 2026 wird die Pfarrei Birkenau aufgelöst. Die katholischen Kirchengemeinden des Weschnitztales – Birkenau, Mörlenbach, Rimbach, Fürth, Krumbach und Lindenfels – werden dann eine neue gemeinsame Pfarrei bilden.

Was ist mit den Kirchengebäuden?

Die Kirchengebäude des Pastoralraums können nicht auf Dauer alle im bisherigen Umfang unterhalten werden, heißt es in der Mitteilung des Pfarrgemeinderats über die Pfarrversammlung. Die Zielvorgabe aus Mainz laute: 16 Prozent müsse reduziert werden. Was das konkret für die einzelnen Kirchen bedeutet, werde gerade in der Projektgruppe „Gebäude und Vermögen“ beraten. Nach dem letzten Vorschlag des Steuerungsgremiums wird die Birkenauer Kirche in Kategorie eins und die Liebersbacher Kirche in Kategorie zwei verbleiben. Insgesamt werden die Kirchen in vier Stufen eingeteilt. Kategorie vier bedeutet, der Unterhalt des Gebäudes wird vom Bistum finanziell nur noch im geringen Umfang unterstützt. Kirchen der Kategorie eins erhalten die größte finanzielle Unterstützung durch das Bistum Mainz.

Wie sieht es mit den Pfarrheimen aus?

Bei den Pfarrheimen gebe es eine „krassere Vorgabe: 60 Prozent der bisherigen Flächen sollen eingespart werden“, heißt es weiter in der Mitteilung. Für Birkenau bedeutet das: Eine Kooperationsmöglichkeit zur Nutzung des Pfarrheims wird aktuell gesucht und man sei dabei auf einem guten Weg.

Drei Pfarrer und ein pastoraler Mitarbeiter stehen momentan zur Verfügung. Pater Cyril wird voraussichtlich erst Anfang 2024 nach seiner Krankheit zurückkehren. Es gebe aber in anderen Pastoralräumen sogar nur zwei Pfarrer. Oft können Pfarrer, die in Ruhestand gehen, nicht ersetzt werden. Pfarrer Dang betonte, dass die neue Entwicklung trotz aller Einschränkungen auch positiv gesehen werden könne, denn die vorhandenen Kräfte würden gebündelt. Dies werde zum Beispiel in den Projektgruppen „Gottesdienste“ und „Katechese“ im Detail beraten, wie es abschließend in der Mitteilung heißt.