Finanzen

Haushaltsplan Grasellenbach: Immerhin ein Plus von 2.175 Euro

Grasellenbacher Gemeindevertretung verabschiedet einstimmig den Haushaltsplan für 2025. Investitionen von knapp 1,1 Millionen Euro stehen auf dem Programm.

Auch der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Gras-Ellenbach soll ausgeschrieben werden. Der Beginn der Arbeiten steht noch nicht fest. Foto: Fritz Kopetzky
Auch der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Gras-Ellenbach soll ausgeschrieben werden. Der Beginn der Arbeiten steht noch nicht fest.

Grasellenbach. Unter dem Strich steht ein Überschuss. Der ist zwar mit gerade einmal 2.175 Euro dieses Mal nur sehr gering ausgefallen, aber angesichts der wirtschaftlichen Krise zeigten sich die Mandatsträger der Gemeinde Grasellenbach erleichtert, dass überhaupt ein Plus im Haushaltsplan für das Jahr 2025 erreicht werden konnte. So wurde das Zahlenwerk in der Sitzung am Donnerstagabend dann auch einstimmig verabschiedet.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Damit folgte das Gremium der ebenfalls einmütig getroffenen Beschlussempfehlung des Haupt- und Finanzausschusses. Dessen Vorsitzender Jürgen Quick (SPD) hob besonders hervor, dass der Haushaltsausgleich zudem ohne eine Nettoneuverschuldung erreicht worden sei. So sind in diesem Jahr zwar 800.000 Euro an Kreditaufnahme vorgesehen, dem stehen aber Tilgungsleistungen in Höhe von über 980.000 Euro gegenüber. „Wir zahlen mehr zurück als wir aufnehmen“, machte Quick angesichts der vielen Verpflichtungen der Gemeinde deutlich.

Auf mehrere Jahre verteilt

Zudem stehen Investitionen in Gesamthöhe von knapp 1,1 Millionen Euro für 2025 auf dem Programm. „Langfristig gesehen investieren wir noch mehr, doch

Dabei führte Quick auch den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Gras-Ellenbach an, für den die Gemeinde eine sogenannte Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 100.000 Euro eingestellt hat, weil die Ausschreibung für die Baumaßnahme erst in diesem Jahr durchgeführt wird und der Beginn der Arbeiten noch nicht feststeht. „Wir haben in diesem Jahr noch einiges vor“, erklärte der Ausschussvorsitzende, dafür sei aber in den vergangenen Jahren durch diese Verpflichtungsermächtigungen Sorge getragen worden, dass das funktioniere.

Auf der Einnahmenseite erwähnte Quick die Mehreinnahmen durch die Erhöhung der Grundsteuer B. Bei der Gewerbesteuer, die im vergangenen Jahr einen Höchstwert erreicht hatte, gebe es immer noch eine gute Entwicklung, hier sind 1,25 Millionen Euro angesetzt. Auf der Ausgabenseite sticht die Erhöhung der Kreis- und der Schulumlage an den Kreis Bergstraße ins Auge. „Da haben wir mehr als im vergangenen Jahr zu bezahlen, was wir ganz schön zu spüren bekommen“, sagte er. Bei den Ausgabeposten kam er noch auf die Personalausgaben zu sprechen, die im Ausschuss ebenfalls Thema der Beratungen waren. Dort sind die Kosten hoch, wobei alleine 25 der knapp über 50 Stellen auf die gemeindlichen Kindergärten entfallen. Dementsprechend hoch sei der Zuschussbedarf für die Kitas. Hier werde aber das Geld an der richtigen Stelle ausgeben, unterstrich der Ausschussvorsitzende.

Auch den Stellenplan, der 0,5 Stellen weniger als 2024 vorsieht, sowie das Investitionsprogramm für die nächsten fünf Jahre und den von der Verwaltung nachgereichten Finanzstatusbericht gab Quick grünes Licht. Ein Haushaltssicherungskonzept sei aufgrund der Zahlen nicht erforderlich, merkte er noch an.

Jahresabschluss 2022

Einstimmig beschlossen wurde auch der geprüfte Jahresabschluss für 2022 und dementsprechend wurde dem Gemeindevorstand die Entlastung erteilt. Die Prüfung habe zwar elf Feststellungen ergeben, diese seien jedoch nicht erheblich, sodass es keine wesentlichen Einwendungen gegen den Jahresabschluss gegeben habe. „Er entspricht den gesetzlichen Bestimmungen“, merkte Quick an.