Kinder werden spielerisch für die Schule fit gemacht
Das Vorschulprojekt an der Grundschule in Nieder-Liebersbach startet in eine neue Runde. Erstmals werden auch Einschüler der umliegenden Grundschulen bedacht. Was Eltern über das Vorschulprojekt wissen müssen.
Inzwischen findet seit sieben Jahren das Vorschulprojekt an der Grundschule Nieder-Liebersbach statt. Anfänglich fand in Kooperation mit der Grundschule, dem Förderverein und den verschiedenen Kindergärten und Tagesstätten das Vorschulprojekt vor Ort in der Schule statt und wurde ständig evaluiert. Nun wird seit einigen Jahren, auch aus Personalmangel in den Kindergärten, das Vorschulprojekt vom Förderverein der Grundschule Nieder-Liebersbach eigenständig organisiert. Der Verein setzt dabei wieder auf die bereits bewährte Pädagogin Kiana Rogozanu, die schon im Vorjahr das Projekt erfolgreich durchgeführt hatte, wie die Grundschule Nieder-Liebersbach mitteilt. Und das Vorschulprojekt kommt bei den Lehrkräften wie den Eltern der Vorschulkinder gut an.
Erleichterter Einstieg und Übergang in die Grundschule
„Das Vorschulprojekt erleichtert den Kindern den Einstieg und Übergang in die Grundschule. Vor den Sommerferien hatte ich das Gefühl, dass alle Kinder gestärkt und mit Zuversicht in die erste Klasse starten können“, wird Rogozanu in der Mitteilung der Grundschule zitiert. Das bestätigt auch Klassenlehrerin der ersten Klasse, Britta Van Noordennen, „die stark von den Kompetenzen der neuen Erstklässler profitieren“ konnte. Beispielsweise Minos aus der ersten Klasse nahm an dem Vorschulprojekt teil, von dem er profitierte, wie seine Mutter in der Mitteilung zitiert wird. Einmal pro Woche konnte ihr Sohn die Räumlichkeiten der Schule, die Schulorganisation und die älteren Mitschüler kennenlernen. „Er ist ein eher introvertierter und anfangs schüchterner Junge und hat bei seinem Schulanfang sehr vom Vorschulprojekt profitiert, da ihm alles schon etwas vertraut war.“ Ein weiterer Pluspunkt sei gewesen, dass sich der Zusammenhalt der Klasse schon vorab entwickeln konnte, die Kinder bei Schulbeginn schon sehr vertraut waren und ein Gefühl der Klassengemeinschaft hatten, das eine so große Veränderung, wie den Schulbeginn, sicherlich erleichtere.
Wie funktioniert das Projekt?
Die angemeldeten Vorschulkinder werden ab 16. Februar jeden Freitagvormittag in einer Schuldoppelstunde in „ihren“ (reservierten) Raum der Grundschule gebracht, um die Schulumgebung, den Rhythmus, die Materialien, die Medien und die Arbeitsweise in der Schule kennenzulernen. Dabei werden sie unter anderem auch in der Graphomotorik, Feinmotorik, Pränumerik, Sprachkompetenz, Konzentration und weiteren Basiskompetenzen für den Schulstart spielerisch und in motivierender Weise für die Schule „fit gemacht“, wie die Schule weiter in ihrer Mitteilung schreibt.
Ziel ist die schrittweise und zunehmende Gewöhnung der künftigen Grundschüler an ihre Aufgaben, Anforderungen, Tagesabläufe und Verhaltensweisen, wenn sie ein Schulkind sind. Die Neugier und Vorfreude auf die Einschulung werden dabei nicht aus den Augen gelassen.
Das Vorschulprojekt „Vorschule in der Schule – sich dabei sicher und geborgen fühlen“ lädt die für das Projekt angemeldeten Vorschulkinder vom Schuljahr 2024/2025 zusammen mit ihren Eltern zum ersten Termin am Freitag, 16. Februar, in die Schule zum ersten Kennenlernen ein. Rogozanu und das Klassentier „Elli“, ein Plüschelefant, freuen sich auf die Kinder. Zu den weiteren Terminen freitags bringen die Eltern die Kinder bis zum Schultor und holen sie dort später wieder bei der Lehrkraft ab.
Das Vorschulprojekt findet immer freitags, außer in den hessischen Osterferien (25. März bis 13. April) und an den Brückentagen (10. und 31. Mai) statt. Als letzter Termin ist der 12. Juli terminiert. Die Teilnahme kostet insgesamt 300 Euro, die in sechs Monatsraten á 50 Euro zu entrichten ist (Februar bis Juli). Die Mitgliedschaft im Förderverein ist aus versicherungstechnischen Gründen obligatorisch. Familien, die bereits Leistungen im Rahmen des Bildungspakets erhalten, können auch hierfür eine Unterstützung bei Neue Wege Kreis Bergstraße –Kommunales Jobcenter– beantragen unter www.neue-wege.org
Neu: Radius vergrößert sich
Zur Erleichterung und besseren Planung haben die Eltern die Möglichkeit, ihr Kind an diesen Freitagen auch in der Betreuung bis längstens um 17 Uhr anzumelden. Zusätzlich bietet der Förderverein auch in den Sommerferien wieder eine Ferienbetreuung an, die vom 15. Juli bis 2. August stattfindet – auch die künftigen Erstklässler können gegen Extra-Gebühr hierfür angemeldet werden.
Eine Neuigkeit gibt es bei dem bereits seit sieben Jahren laufenden Vorschulprojekt: Der Förderverein wird dieses Projekt nun erstmalig auch für die Einschüler der umliegenden Grundschulen anbieten. Es gibt allerdings nur begrenzte Plätze. Die Anmeldungen erfolgen nach dem „Windhund“-Prinzip: Wer als erstes kommt, erhält eine Zusage, heißt es weiter in der Mitteilung. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft im Förderverein der Grundschule Nieder-Liebersbach, damit die angemeldeten Vorschulkinder über den Förderverein während des Aufenthalts in der Schule versichert sind.
Anmelden zum Projekt
Wer sein Kind zum Vorschulprojekt anmelden möchte, wird gebeten, bis zum 26. Januar eine E-Mail an vsp@gsnl-betreuung.de zu schreiben. Danach erhalten die Interessierten weitere Informationen beziehungsweise die Rückmeldung, ob ihr Kind an dem Projekt teilnehmen kann. Wer weitere Informationen zum Vorschulprojekt benötigt, kann sich auch per E-Mail melden an grundschule-niederliebersbach @kreis-bergstrasse.de