Wahlen

Kindergarten in Wahlen erhält Förderung für Hoftheater-Gastspiel

Im Rahmen des Förderprogramm "Aufholen nach Corona" erhält der Kindergarten "Kleine Strolche" in Wahlen Förderung für einen Besuch des Hoftheaters in der Einrichtung.

Einen Förderbescheid in Höhe von 500 Euro übergab die Erste Kreisbeigeordnete und Jugenddezernentin Diana Stolz (links) an den Wahlener Kindergarten „Kleine Strolche“. Bereits nächste Woche kommt es zum Einsatz. Foto: Fritz Kopetzky
Einen Förderbescheid in Höhe von 500 Euro übergab die Erste Kreisbeigeordnete und Jugenddezernentin Diana Stolz (links) an den Wahlener Kindergarten „Kleine Strolche“. Bereits nächste Woche kommt es zum Einsatz.

Über einen Förderbescheid in Höhe von 500 Euro freuen sich die Kinder und das Team der Wahlener Kita „Die Kleinen Strolche“. Die Erste Kreisbeigeordnete und Jugenddezernentin Diana Stolz übergab diesen am Dienstag der Kindergartenleiterin Nina Camber und ihrer Stellvertreterin Tanja Senft.

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Das Geld, das im Zuge des Projekts „Aufholen nach Corona“ vergeben wurde, kommt in der kommenden Woche direkt zum Einsatz: Jürgen Flügge vom Hoftheater auf der Tromm besucht die Einrichtung mit zwei Stücken: „Benjamin Bär, der Faulpelz“ und „Emil und seine Freunde“. Ohne die Förderung wäre es für die kleine Kita nicht möglich gewesen, den Besuch zu finanzieren, erklärte Camber.

Mit dem Gastspiel des Hoftheaters will die Einrichtung unter anderem die Sprachentwicklung der Kinder fördern. Um dem Stück zu folgen, ist das Sprachverständnis der Kinder gefordert. Hinzukomme, dass viele Kinder aufgrund der Lockdowns noch nie eine kulturelle Veranstaltung besucht hätten. „Wir haben das Hoftheater vor der Haustür, da hat sich das angeboten“, sagte Camber. Außerdem soll die Gemeinschaft gefördert werden, denn alle Gruppen, auch die neu geschaffene Naturgruppe, kommen zur Aufführung zusammen.

„Von Resonanz überwältigt“

Die Mittel werden von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt, um es Kindern und Jugendlichen leichter zu machen, in der Pandemie verpasstes wieder aufzuholen. Gerade die Altersgruppe, die momentan den Kindergarten besuche, kenne kaum ein Leben außerhalb der Pandemie, wie Camber erklärte. „Wir haben Kinder, die zuvor noch nie Kontakt zu anderen Kindern hatten“, erzählt sie.

Der Kreis Bergstraße habe sich mit Beginn des Förderprogramms dafür entschieden, kein eigenes Projekt zu entwickeln, erklärte Stolz. Stattdessen wurden neu konzipierte Projekte direkt unterstützt: von Schwimmkursen über Nachhilfe bis hin zu Freizeiten. Gerade befindet sich der Kreis Bergstraße in der vierten und letzten Förderrunde. „Wir sind von der Resonanz überwältigt“, resümierte sie.

Auch wenn es sich um eine einzelne Veranstaltung handle, sei das Team „optimistisch, dass sie in den Gruppen nachhallen wird“, fügte Camber hinzu. Zum Beispiel, indem über die Stücke gesprochen wird oder diese nachgespielt werden. „Theater ist nicht wie ein Bilderbuch – es lebt“, sagte sie.