Polizei stoppt Lkw bei Lorsch – und verhindert damit Schlimmeres
Beamte nehmen Großraum- und Schwertransporte auf der A 67 ins Visier. Dabei fällt ihnen ein spezielles Problem ins Auge.
Der gewerbliche Gütertransport auf der A 67 ist in der Nacht zum Donnerstag ins Visier genommen worden. Laut Bericht des Polizeipräsidiums Südhessen (PPSH) kontrollierten Beamte aus mehreren hessischen Polizeipräsidien, unterstützt von Kräften aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, an der Autobahn in Höhe von Lorsch.
An den Kontrollen waren demnach auch Bedienstete des Bundesamtes für Logistik und Mobilität (BALM) beteiligt. „Der Schwerpunkt der Kontrollen lag auf der Überwachung von Großraum- und Schwertransporten“, teilt das PPHS mit. Insgesamt wurden laut Polizei von 39 kontrollierten Fahrzeugen 23 beanstandet. Fehlende Genehmigungen, Verstöße gegen die EU-Sozialvorschriften, mangelhafte Ladungssicherung und Verstöße gegen die Gefahrgutbestimmungen wurden hierbei unter anderem geahndet.
Zwei wären an Grenzen gestoßen
„Zwei Schwertransporte, die vor der Abfahrt die Fahrtstrecke nicht wie vorgeschrieben geprüft hatten, wären an einer folgenden Baustelle auf der A 67 an ihre Grenzen gestoßen“, heißt es weiter. Sie wären dort entweder steckengeblieben oder hätten Baustelleneinrichtungen beschädigt, wenn die Ordnungshüter sie nicht rechtzeitig gestoppt hätten.
Die maximale Breite von 3,25 Metern innerhalb der Baustelle hatten beide Transporte mit 3,50, beziehungsweise 4,35 Meter überschritten. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Es wurde eine neue Genehmigung mit geänderter Fahrtstrecke benötigt. Zudem erstatteten die Beamten Anzeige.
Zu schwer, zu breit
Ebenfalls nicht weiter ging es für einen Schwertransport, der einen Kettenbagger mit 53 Tonnen beförderte und damit die zulässige Achslast laut Polizei deutlich überschritt. Der Bagger sei zudem auch breiter als genehmigt gewesen. „Ein mit einer 31 Tonnen schweren Maschine beladener Schwertransport war ohne jegliche Transportgenehmigung unterwegs“, heißt es weiter. Auch dieses Fahrzeug sei sofort aus dem Verkehr gezogen worden. „Fahrer und Halter erwarten empfindliche Bußgelder“, erklärt das Polizeipräsidium.
Weiterhin untersagten die Beamten einem Transporter mit deutlicher Ladungsüberschreitung, einem Schaustellerfahrzeug mit gerissener Bremsscheibe und dem Fahrer einer dreiachsigen Zugmaschine mit zahlreichen technischen Veränderungen – bei der nun geprüft werden muss, ob die das Erlöschen der Betriebserlaubnis zur Folge hat – die Weiterfahrten und leiteten entsprechende Verfahren ein.