Nachhaltigkeit

Reparieren statt wegwerfen: Repair-Café in Wald-Michelbach 

Das Begegnungszentrum in Wald-Michelbach wird erneut zum Treffpunkt für Tüftler und Technikliebhaber.

Kaffeemaschinen, Radios und Staubsauger wurden in den vergangenen Repair-Cafés wieder voll funktionsfähig gemacht. Foto: Fritz Kopetzky
Kaffeemaschinen, Radios und Staubsauger wurden in den vergangenen Repair-Cafés wieder voll funktionsfähig gemacht.

Das Begegnungszentrum Wald-Michelbach wird am 18. Januar erneut zum Treffpunkt für Tüftler und Technikliebhaber: Von 14 bis 17 Uhr öffnet das Repair-Café seine Türen. Zum ersten Mal im neuen Jahr haben Besucher die Möglichkeit, ihre defekten Geräte unter die fachkundige Lupe der ehrenamtlichen Reparaturhelfer zu legen. Wie immer gilt: Gemeinsam reparieren statt wegwerfen – für mehr Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.

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Von Kaffeemühle bis Kartoffelreibe

Die Veranstalter in Wald-Michelbach blicken auf zwei erfolgreiche Jahre zurück, in denen zahlreiche Geräte gerettet werden konnten. Darunter auch einige nostalgische Objekte. So tüftelten die Helfer an einem „Singenden Fisch“, der nach einer gelungenen Reparatur wieder „I will survive“ erklingen ließ, oder an einer Kaffeemühle, die nach einer gelungenen Reparatur morgens wieder verführerischen Duft verströmen darf. Auch ein nostalgischer Plattenspieler fand hier den Weg zurück in die Funktionalität, ebenso wie eine alte Kartoffelreibe, die nach dem Einsatz der Helfer wieder einsatzbereit war.

60 Prozent wiederhergestellt

Erfolgreich waren Reparaturen bei Kaffeemaschinen, Radios und Staubsaugern, die häufig mit kleinen Tricks und Ersatzteilen wieder voll funktionsfähig gemacht werden konnten. Insgesamt konnten die ehrenamtlichen Helfer allein in den letzten beiden Jahren bei etwa 60 Prozent der mitgebrachten Geräte eine Lösung finden. Besonders erfreulich sei, so die Organisatoren, dass das Angebot zunehmend auch neue Helfer anlockt. So schloss sich zuletzt ein erfahrener Elektroniker dem Team an, der sich schon auf die kommenden Einsätze freut.

Neben technischen Erfolgen steht im Repair-Café vor allem der Austausch im Mittelpunkt. Hier lernen Nachbarn voneinander, entwickeln kreative Lösungen und knüpfen Kontakte, während sie gemeinsam an kaputten Wasserkochern, Nähmaschinen oder Lampen tüfteln. So ist es schön zu sehen, wie ein repariertes Gerät nicht nur Material, sondern auch die Freude der Besitzer rettet.

Eine zweite Chance verdient

Wer am 18. Januar keine Zeit hat, muss nicht verzagen: Weitere Termine sind bereits geplant. Das Repair-Café öffnet wieder am 15. März und am 17. Mai, jeweils von 14 bis 17 Uhr. Das Team vom Begegnungszentrum freut sich über alle, die mit defekten Geräten oder einfach nur Neugier vorbeischauen. Egal ob Fön, Lockenwickler oder das liebgewonnene Radio – die ehrenamtlichen Tüftler geben ihr Bestes, um den Dingen eine zweite Chance zu geben.