Rimbach: Reizgas an Dietrich-Bonhoeffer-Schule versprüht - drei Verdächtige im Visier
In einer Schultoilette wurde Reizgas versprüht. Mehrere Schüler erlitten Augen- und Atemwegsreizungen. Eine Person kam ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt.
Rimbach. Große Aufregung herrschte am Donnerstagmorgen an der Rimbacher Dietrich-Bonhoeffer-Schule. Die Polizei war vor Ort, die Freiwillige Feuerwehr mit gut 25 Einsatzkräften und auch die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot mit dem Leitenden Notarzt im Einsatz. Der Anlass dafür war, wie sich im Verlauf des Einsatzes herausstellte, dass in einer Toilette der Haupt- und Realschule Reizgas versprüht worden war.
Die Alarmierung von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst erfolgte kurz nach 11 Uhr. Als die Brandschützer an der Schule in der Brunnengasse eintrafen, klagten mehrere Schüler über gerötete Augen und über Atemwegsreizungen, wie das Polizeipräsidium Südhessen in seiner Pressemitteilung berichtete. Da zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war, ob es sich um einen Gasaustritt handelte, nahmen die Einsatzkräfte die komplette Evakuierung des betroffenen Schulgebäudes vor, erklärte der Rimbacher Gemeindebrandinspektor Christian Kloth im Gespräch mit unserer Redaktion.
Die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr drangen anschließend in das Gebäude vor, um die Ursache zu ermitteln. In diesem Zusammenhang war auch die Mess-Einheit der Wehr im Einsatz, die entsprechende Messungen der Luft vornahm. Auf diese Weise gelangten die Einsatzkräfte zu der Erkenntnis, dass Reizgas, das in einer Toilette freigesetzt worden war, für die Beschwerden der Schüler verantwortlich war.
Rund 30 Schüler mussten von den Rettungsdiensten betreut werden, auch in psychologischer Hinsicht. Die Schüler, die über Atembeschwerden klagten, wurden vor Ort medizinisch betreut, wobei eine Person vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht wurde.
Nachdem die Feuerwehr den Toilettenbereich belüftet hatte, konnte die Schule gegen 12.40 Uhr wieder freigegeben werden. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung. Dabei stehen zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren in Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein, informierte das Polizeipräsidium.