Rimbach

Sanierung der K24: Darum hat es länger gedauert als geplant

Nach mehr als einem Jahr ist die K 24 zwischen Rimbach und Fahrenbach nun wieder freigegeben. Warum sich die Sanierung verzögert hat

Landrat Christian Engelhardt und Bürgermeister Holger Schmitt (Vierter und Fünfter von links) durchschneiden auf der ehemaligen Kreisstraße mit den Hessen-Mobil-Vertretern, darunter Bauleiterin Sarah Keller (Zweite von rechts) ein symbolisches Band in den hessischen Landesfarben. Foto: Fritz Kopetzky
Landrat Christian Engelhardt und Bürgermeister Holger Schmitt (Vierter und Fünfter von links) durchschneiden auf der ehemaligen Kreisstraße mit den Hessen-Mobil-Vertretern, darunter Bauleiterin Sarah Keller (Zweite von rechts) ein symbolisches Band in den hessischen Landesfarben.

Die Rimbacher haben es schon längst spitzgekriegt: Die K 24 Richtung Fahrenbach ist seit drei Tagen wieder frei, und der Verkehr fließt. Trotzdem darf eine offizielle Übergabe samt Band-Durchschneiden nicht fehlen – auch angesichts der Dimensionen, die das Projekt hat. Geht es doch um eine Länge von 1630 Metern, auf denen die Kreisstraße grundlegend erneuert wurde. Gearbeitet wurde auf dem Streckenabschnitt ab der Einmündung zur B 38/Erikastraße bis zur Fahrenbacher Wendelinusstraße.

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Für die Anwohner bedeutete das eine Menge Unbill: Lärm, Staub, Schmutz und vor allem Vollsperrungen. Damit das nicht zu belastend wurde, sagt Bauleiterin und Ingenieurin Sarah Keller, sei in fünf Abschnitten gearbeitet worden: „Wir haben sie so gelegt, dass beispielsweise das Johanniterheim immer angefahren werden konnte.“

Verzögerung durch alten Weg

Bauherr ist Hessen Mobil, und von der Landesbehörde sind zur Einweihung einige Vertreter gekommen, auch Markus Schmitt. Der Dezernatsleiter Planung und Bau Südhessen geht auf den Grund für die Arbeiten ein: „Es wurden 18 Zentimeter Asphalt- und Deckschicht abgefräst.“ Dann kümmerte sich der Arbeitstrupp von der Eberbacher Firma Michael Gärtner um den darunter liegenden Schotter, der „nachprofiliert“ und anschließend verdichtet wurde.

Im Juli ging es los, und eigentlich war das Ende der Arbeiten für Ende Oktober angekündigt. Warum es nun einen

Und so musste zunächst eine Deponie gefunden werden, die das Material als Sondermüll entsorgte – diese Suche zog die Sache noch einmal in die Länge, auch dank des bürokratischen Erfordernisses eines „Begleitscheinverfahrens“. Regentage brachten weitere Verzögerungen, außerdem galt es noch, die Rinnenanlage zu erneuern und zum Teil alte Gullys zu ersetzen. Soweit zu Hessen Mobil.

Eine Baustelle gibt es an der Strecke allerdings schon länger: Bereits im Sommer 2023 wurden „die kompletten Wasserleitungen neu gemacht“. Daran erinnert Bürgermeister Holger Schmitt, der auch noch eine Zahl nennt: 825.000 Euro hat diese Maßnahme gekostet. Als sie sich dem Ende näherte, kam eine provisorische Schotterschicht obendrauf, und dann legte die Landesbehörde los, ging es doch um eine Kreisstraße. Ihre Instandsetzung kostet den Kreis 875.000 Euro, weitere 25.000 Euro kommen von der Gemeinde. Denn nun wird die Strecke herabgestuft zur Gemeindestraße, und sie wird offiziell an die Kommune übergeben.

Fortsetzung kommendes Jahr

„Rechtskräftig wird der Übergang, wenn er im Anzeiger veröffentlicht wird“, bemerkt ein Behördenmitarbeiter dazu. Für die Rimbacher ist die Angelegenheit damit zu einem guten Ende gekommen. Für den Kreis geht es weiter, wie Fachdezernatsleiter Arno Krämer erläutert: „Im kommenden Jahr geht es auf der K 24 weiter von Fahrenbach nach Fürth.“ Außerdem ist die Ortsdurchfahrt Fürth zwischen Kirche und Bahnhofstraße an der Reihe sowie weitere Strecken. Schmitt regt an, auch mal die „Rennstrecke“ nach Wald-Michelbach zu machen, doch Landrat Christian Engelhardt wird grundsätzlich und kommt auf die 49 Kreisstraßen und ihre Länge von 113 Kilometern zu sprechen. In verschiedene Vorhaben werde 2024 ein Gesamtbetrag von 6,11 Millionen Euro investiert. Größte Einzelmaßnahme der kommenden Jahre ist die Wehrbrücke Hirschhorn. Die Straßen würden kategorisiert und bekämen je nach Zustand Noten – mit Tendenz nach oben. Er bemerkt: „Straßen als Verkehrsadern sind immer auch Lebensadern. Das merkt man, wenn mal eine gesperrt ist.“