Rimbach

Viel los beim Rimbacher Herbst

Der verkaufsoffene Sonntag bot bei der Veranstaltung des Wirtschafts- und Verkehrsvereins viele Einkaufsmöglichkeiten. Dazu gab es ein Bühnenprogramm.

Beim Rimbacher Herbst gab es in und vor den Geschäften viel zu entdecken. Foto: Fritz Kopetzky
Beim Rimbacher Herbst gab es in und vor den Geschäften viel zu entdecken.

Das Laub lag gelb und braun verfärbt auf der Straße. Die Sonne blitzte hinter den Wolken hervor, an Wärme und Kraft hatte sie aber verloren. Pünktlich zum Rimbacher Herbst war sie da, die dritte der vier Jahreszeiten.

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Karussells und Luftballontiere machten den kleinen Besuchern Spaß. Foto: Fritz Kopetzky
Karussells und Luftballontiere machten den kleinen Besuchern Spaß.

Irgendwie ungemütlich war es: Eine bloße Weste reicht nicht mehr aus. Jetzt brauchte es auch Pulli, Schal und bald schon Mütze. Grund genug also, das Haus zu verlassen und einkaufen zu gehen. Vielleicht würde man ja bei der großen Gewerbeschau fündig, organisiert vom Wirtschafts- und Verkehrsverein, wo man bei Sport Klinger oder im Modegeschäft „Elisada“ vorbeischauen konnte. Mittags war im Ortskern einiges los, viele Besucher kamen, Handel und Gewerbe hatten zum verkaufsoffenen Sonntag ihre Türen geöffnet und luden zum Flanieren ein. Bei „Schuh und Sport Spilger“ war die Auslage reduzierter Waren groß. „Wir freuen uns, dass diese Veranstaltungen im Frühjahr und Herbst nun nach Corona wieder ohne Einschränkungen möglich sind und auch so gut angenommen werden“, erklärte Matthias Spilger, der von diesem Format angetan war. Für ihn sei es eine Selbstverständlichkeit, dabei zu sein.

Ein Angebot für Familien gab es auch am Stand der WNOZ. Foto: Fritz Kopetzky
Ein Angebot für Familien gab es auch am Stand der WNOZ.

Unternehmen informieren

Gleich gegenüber informierte in der Gymnasiumstraße der Pflegedienst Lebensbaum über sein Angebot. Im Topf köchelte heißer Apfelwein, und so machten die Passanten gerne Halt. Mit ihrem zehnköpfigem Team informierte Simone Günzler über ihr Unternehmen: „Wir machen Eins-zu-eins-Betreuung und nehmen uns dafür auch Zeit.“ Günzler habe noch nicht einmal Stellen ausschreiben müssen: „Die Fachkräfte kommen von alleine, da es hier wieder darum geht, weshalb sie sich für einen Beruf in der Pflege engagiert haben.“ Im Herbst des Lebens nicht alleine sein – ein wichtiger Ansatz und passend zum Thema. Auch andere wichtige Themen wurden platziert. Beispielsweise medizinische – in Form der Schlafberatung von Markus Knapp. Neben der Trialshow des MSV informierte der Zweckverband Abfallwirtschaft über nicht recycelbare Tüten im Biomüll. Zwar würden sie als solche verkauft, doch sei auch diese Art des Plastiks nicht schnell genug abbaubar. Das Deutsche Rote Kreuz hatte mit einem Infostand Stellung vor der Wache bezogen, gleich daneben der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald.

Für die Kinder gab es ein Karussell und ein Trampolin. Kulinarisch wurde auch so einiges geboten. Kürbissuppe beim Unverpackt-Laden, Crêpes mit Schokolade oder Zimt und Zucker am Aktionsstand, Deftiges vom Grill bei der Metzgerei Rettig oder dem Fußballsportverein. Beim Sportstudio Zeiss gab es sogar schon Glühwein.

Und wer sich aus dem Odenwald an die See träumen wollte, der ließ sich ein Brötchen von „Fisch-Jäger“ aus Mörlenbach schmecken. Die Firma Bustouristik Lannert war dabei und warb für ihre Musical-Fahrten, die Firma Stahlchrom präsentierte die neuesten Firmen von Balkongeländer.

Vereine präsentieren sich

Um die Kinder bei Laune zu halten, sah regelmäßig Zauberkünstler und Ballonentertainer Michael O. vorbei, der mal eben Hüte und Blumen aus den bunten Plastik-Schlangen formte. Herbst für zu Hause, das gab’s indes bei Blumen Otte. Mit Kürbissteckern gingen hier besonders kleine Tisch-Dekoartikel über den Tresen. Und wer noch immer nicht genug hatte, der konnte sich auf dem Sprung bei Getränke Geist Aperol, Lillet, Prosecco, Bier oder Schnaps schmecken lassen.

Und dann gab es ja noch das Programm an der Festbühne. Hier warteten Vereine und Gewerbetreibende mit einem umfangreichen Programm auf. Gegen Mittag informierten beispielsweise die Akteure des Obst- und Gartenbauvereins über die Pflege von Pflanzen und Sträuchern, außerdem wurde die Arbeit der heimischen Imker erklärt. Die müssten täglich nach ihren Völkern sehen, hieß es: eine sehr zeitintensive Arbeit, die sich dennoch lohne.

Am Nachmittag, als die Kälte dann schon richtig unter die Haut gekrochen war, heizten die Ballett- und Jazztänzer der Menge mächtig ein. Was auf die Ohren gab es hingegen vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr und später der Mitglieder der Jugendmusikschule. Der Festtag wurde außerdem dafür genutzt, um die lang ersehnte Mountainbikestrecke R 2 einzuweihen.

Auch die Radfahrer freuten sich, wurde doch der neue Radweg eröffnet. Foto: Fritz Kopetzky
Auch die Radfahrer freuten sich, wurde doch der neue Radweg eröffnet.

Die Route des neuen Radwegs

Der neue Radweg R 2 ist als Runde angelegt, die zu einer moderaten, familienfreundlichen Tour mit 22,3 Kilometern und 430 Höhenmetern einlädt. Der erste kleine Anstieg führt zum Lerchenberg, der einen schönen Blick ins nördliche Weschnitztal Richtung Lindenfels bietet.

Dann geht es nach Fahrenbach, Lörzenbach und von dort nach Lauten-Weschnitz, wo ein Bogen nach Mitlechtern führt, bevor es hinauf zur Alzenau geht, weiter am Gestüt Kreiswald vorbei und Richtung Juhöhe. Nach der Überquerung der stark befahrenen L 3120 geht es nach Süden – zunächst immer noch etwas bergan. Von dort hat man einen weiten Blick bis nach Mannheim und in die Pfalz. Nach langer Abfahrt kommen die Radfahrer in Bonsweiher heraus, von wo aus der Weg zurück über die Rimbacher Straße eingeschlagen werden kann.

Sie führt bergan bis zum Waldrand, wo die Strecke nach links abbiegt, vorbei am Starthaus des Trailparks Waldsee. Nach anderthalb Kilometern tangiert die Strecke den Fischteich beim Kreiswald und führt nun nach Osten bergab Richtung Albersbach. Nach weiterem Auf und Ab führt die Strecke auf flacher Route zurück nach Rimbach.