„Wir würden jede verrückte Idee unterstützen“
Organisationsteam um Kerwepfarrer Yannik Ehret plant Projekt „Neustart: Kerwejugend“. Die Aufgabe: Für Stimmung sorgen und Spaß haben
Am zweiten Augustwochenende steht sie an: die Zeltkerwe unter den Linden, auf dem alten Schulhof in Siedelsbrunn. Und damit das auch weiterhin so bleibt, braucht es engagierten Nachwuchs. Deswegen hat das Kerweteam rund um den Parrer und TV-Vorsitzenden Yannik Ehret das Projekt „Neustart: Kerwejugend“ ins Leben gerufen.
„Bis zur Pandemie hat es in jedem Jahr eine aktive Kerwejugend gegeben“, erklärt Kerwepfarrer Yannik Ehret bei einem Treffen. Danach sei diese eingeschlafen – bis auf einige wenige „Veteranen“ aus jedem Jahrgang, die „Übriggebliebenen“, wie er selbst sagt. Sie alle sind im Schnitt näher eher Ende 20 oder Anfang 30 – für eine Kerwejugend also eigentlich schon „zu alt“, erklären sie. „Überall in den Ortsteilen boomen die Kerwejugenden“, erklärt das Kerweteam. Das soll es in Siedelsbrunn auch wieder geben.
Aufruf gestartet
Seit den 1990er-Jahren findet das Fest statt, während der Corona-Zeit hatte der Ortsteil dann eine „Pseudokerwe“, die vorrangig vom TV und vom SV Siedelsbrunn – ohne offizielle Kerwejugend – auf die Beine gestellt wurde. „Wir wollen, dass wir wieder eine Ortskerwe und keine Vereinskerwe haben“, erklärt der Kerwepfarrer.
Dafür braucht es neue Ideen, jugendlichen Elan und frischen Wind. Zwar haben einige Programmpunkte wie zum Beispiel die Kerweausgrabung, der Fassbieranstich, das Kerwefußballspiel und der Eintrag ins Borschtebuch bereits seit Langem Tradition. „Aber wir würden jede verrückte Idee unterstützen“, erklärt Ehret. „Ich glaube, jeder Programmpunkt wäre verhandelbar.“
Erste Schritte hat das Siedelsbrunner Kerweteam bereits unternommen und einen Aufruf in den sozialen Medien gestartet: „Ohne Kerwejugend gibt es irgendwann keine Kerwe mehr. Wir brauchen euch“, schrieben sie in ihrem Post und luden zu ersten Treffen ein. Bisher haben sich etwa zwölf junge Menschen ab 16 Jahren gemeldet, die der Einladung gefolgt sind und die Kerwejugend wiederbeleben wollen. Das „Veteranenteam“ hofft aber auf viele weitere Jugendliche und junge Erwachsene, die mitmachen wollen. Und für kerweverrückte Kinder ab sechs Jahren gibt es außerdem die „Kerwekids“, denen bisher reges Interesse entgegengebracht wurde.
Aufgabe: Stimmung machen
In erster Linie soll die Kerwejugend für Stimmung sorgen und das Siedelsbrunner Fest auch auf anderen Kerwen repräsentieren – und natürlich Spaß haben.
Für die Organisation des Festes oder Helferdienste wird die Kerwejugend erst einmal nicht verpflichtet: „Die Abläufe sind eingespielt, und wir sind in Sachen Helfer gut aufgestellt“, so Ehret. Alle Dienste für die diesjährige Kerwe seien abgedeckt.
Gründe, warum man bei der Kerwejugend in Siedelsbrunn mitmachen sollte? Die Antwort der Organisatoren: Neue Freunde finden, Spaß haben und die Kerwe auch in Zukunft mitgestalten – und ganz nebenbei das Dorfleben bereichern. Schließlich soll es die Zeltkerwe noch lange weitergeben.
Für interessierte Jugendliche
Interessierte Jugendliche ab 16 Jahren, die bei der Kerwejugend in Siedelsbrunn mitmachen wollen, können sich einfach an das Kerweteam auf Instagram wenden oder sie direkt ansprechen.