Weinheim

Angst vor Unfall in der Haydnstraße: „Früher oder später passiert hier was“

Die Anwohner appellieren an Radfahrer, die entgegen der Einbahnstraße fahren, sich an die Beschilderung zu halten. Damit nicht erst ein Unglück geschieht.

Die Haydnstraße wird von einigen Fahrradfahrern als Abkürzung genutzt, obwohl sie von oben in Richtung Prankelstraße nicht befahren werden darf. Anwohnerin Gabi Schilling ist besorgt. Foto: Iris Kleefoot
Die Haydnstraße wird von einigen Fahrradfahrern als Abkürzung genutzt, obwohl sie von oben in Richtung Prankelstraße nicht befahren werden darf. Anwohnerin Gabi Schilling ist besorgt.

Die Schilder sind eindeutig. Der weiße Balken auf dem roten Rund signalisiert: Einfahrt verboten! Nur halten sich viele Fahrradfahrer in der Haydnstraße nicht daran. Anwohnerin Gabi Schilling ist besorgt: „Früher oder später passiert hier noch was.“ Sie meint damit: ein Unfall. Täglich sieht sie Radfahrer entgegen der Beschilderung die Einbahnstraße hinunterrasen. „Die haben ganz schön Speed drauf“, sagt sie.

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Und genau da liegt das Problem. Weil die Straße so abschüssig ist, kommen die Fahrradfahrer mit hoher Geschwindigkeit auf die entgegenkommenden Autos zu.

In der Kurve wird es eng

Neuralgischer Punkt ist auf Höhe der Hausnummer 15. Hier macht die Straße eine Kurve. Die Lage ist unübersichtlich und dadurch gefährlich. Autofahrer haben aufgrund der Enge der Straße und geparkter Wagen keine Möglichkeit, auszuweichen „Wenn mir hier ein Fahrradfahrer ungebremst entgegenkommt, dann hängt er auf der Windschutzscheibe“, ist sich die Anwohnerin sicher, „dann gnade Gott.“

Gabi Schilling ist nicht die Einzige, die besorgt ist. Auch andere Anwohner in der Haydnstraße treibt die Angst vor einem Unfall um. Noch ist nichts passiert. Schilling: „Aber das ist nur eine Frage der Zeit.“ Ihr und anderen Bewohnern der Straße geht es nicht darum, mit dem erhobenen Zeigefinger auf die Radfahrer zu zeigen, die sich nicht an die Straßenverkehrsordnung halten. „Wir wollen nur an die Vernunft appellieren“, sagt sie und fügt hinzu: „Ich selbst würde als Autofahrer bei einem Unfall mit einer kaputten Windschutzscheibe und dem Schrecken davonkommen, aber die Radfahrer hätten wahrscheinlich schwere Verletzungen.“

Gefährliche Abkürzung

Aber warum fahren hier überhaupt so viele Radfahrer entgegen der Einbahnstraße? Gabi Schilling hat eine einfache Erklärung: „Um abzukürzen.“ Wer von der Beethovenstraße kommt, scheut oft den Umweg über die Weberstraße, um auf die Prankelstraße und damit zur B 3 zu gelangen. Die Haydnstraße ist der direkte Weg, aber eben Einbahnstraße – eine echte, ohne Zusatzschild „Radfahrer frei“, wie es an anderen Stellen angebracht ist. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Die Anwohner jedenfalls appellieren an die Radfahrer, die Schilder zu beachten und ernstzunehmen. Gabi Schilling: „Damit nicht erst ein Unfall passieren muss. Das wäre schrecklich.“