Großsachsen

Buntes Spektakel bei Großsachsener Frauenfasnacht

Die Alte Turnhalle wurde zum Schauplatz einer farbenfrohen Frauenfasnacht, organisiert von der katholischen Frauengemeinschaft (kfd). Nach einer Pause von drei Jahren kehrte die Veranstaltung zurück und zog über 170 Frauen in kreativen Kostümen an.

In der Alten Turnhalle wurde es bunt und kreativ, als die Frauenfasnacht der katholischen Frauengemeinschaft nach einer dreijährigen Pause wieder auflebte. Begeistert sammelten sich die Damen auf der Tanzfläche Foto: Marco Schilling
In der Alten Turnhalle wurde es bunt und kreativ, als die Frauenfasnacht der katholischen Frauengemeinschaft nach einer dreijährigen Pause wieder auflebte. Begeistert sammelten sich die Damen auf der Tanzfläche

Tanzende Pilze, der Papst mit einem Sektglas in der Hand, mehrere Bienen, „Das Gelbe vom Ei“, eine Kuh – in der Alten Turnhalle wimmelte es am Donnerstagabend nur so von kreativen Kostümen. Die bunten Hüte und Perücken verrieten: Es war wieder Zeit für die Frauenfasnacht der katholischen Frauengemeinschaft (kfd).

WNOZ WhatsApp-Kanal

Die Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung auf WhatsApp! Aktuelle Nachrichten aus deiner Region. Die Top-Themen jeden Mittag frisch auf dem WhatsApp-Kanal.

Impressum

Nach drei Jahren Pause durfte wieder kräftig gefeiert werden. Farbenfrohe Ballons und Girlanden luden über 170 begeisterte Frauen zu einem ganz besonderen Programm ein. Organisatorin Gaby Eschwey stellt schon seit 20 Jahren die verschiedenen Auftritte und Performances für die Frauenfasnacht zusammen. „Ich freue mich genau sowie unser Publikum auf den Abend“, sagte Eschwey strahlend.

Zwiegespräch zweier Hirschberger

Nicht fehlen darf das Zwiegespräch zweier Hirschberger Klatschweiber. Denn „Resi“ alias Heike Rohr-Tomuschat und „Hanne“ alias Petra Fading haben einiges zu bereden. Zum Beispiel über die Pläne für eine Ortsrandentlastungsstraße. Begeistert sind die beiden nicht und Resi betont: „Ich war schon seit Jahren für einen Tunnel.“

Letztere bedrückt noch etwas anderes: „Ich bin so traurig, Hanne, dass der Friedel uns verlässt – noch an diesem Tage.“ Gemeint ist der „schöne Pfarrer“ Friedel Götz, der von Großsachsen zu einer Gemeinde in Mannheim wechselt.

„Resi“ (Heike Rohr-Tomuschat) und „Hanne“ (Petra Fading) haben sich viel zu erzählen. Foto: Amelie Michel
„Resi“ (Heike Rohr-Tomuschat) und „Hanne“ (Petra Fading) haben sich viel zu erzählen.

Doch irgendwann mussten sich die Damen voneinander verabschieden, auch „wenn das Babble so schee“ war. Sie machten Platz für sieben freche, blaue Figuren. Zusammen mit „Vader Abraham“ sangen sie „Das Lied der Schlümpfe“ von Pierre Kartner – mit ein paar hirschbergbezogenen Änderungen.

Das „Lieblingshobby der Frauen“ war Thema des ersten Sketches des Abends. Eschwey mimte einen Schuhverkäufer, der sich mit einer schwierigen Kundin (Michaela Strifler) herumschlagen musste. Ein paar technische Hürden wurden charmant überspielt und ernteten noch mehr Lacher im Publikum.

Schwungvolle Tanzrunden

Bodenmüller sorgte zwischen den Programmpunkten immer wieder für schwungvolle Tanzrunden. Die Gäste sangen, tanzten, klatschten und schunkelten ausgelassen zu seinen Liedern. Je später der Abend wurde, desto besser war die Stimmung unter den Anwesenden.

Auch auf der Bühne wurde getanzt. „Bonbons“ in Lila, Blau und Rosa, Cola-Dosen und Eistüten zeigten ihre süße Choreografie. Drei junge Neuzugänge (Kaja Sahm, Alina Hildenbeutel, Marlen Pressler) bewiesen in schillernden Glitzerkleidern ihr Können. Das Publikum war von der Vorführung so begeistert, dass die „Süßigkeiten“ auf der Bühne den Zugaberufen nachgaben und gleich noch mal das Tanzbein schwangen.

Die Tücken einer Hochzeit

Dass bei einer Hochzeit so einiges schiefgehen kann, wusste Renate Bohl aus erster Hand. Sie berichtete in ihrer Büttenrede über die Erfahrung als Brautmutter. Ihr „Lieschen“ schloss den Bund der Ehe mit „Schorsch-Otto-Willem Maier“.

Über Letzteren sagte sie scherzhaft, er sei ein „richtig solider, so war er doch schon viermal verlobt und dreimal geschieden.“ Trotzdem sei die Kirche rappelvoll gewesen, „nur der Friedel war nicht da“. Die Missgeschicke auf der Feier entlockten dem Publikum schallendes Gelächter und Bohl wurde mit einem dreifachen „Saase Helau“ verabschiedet.

Die moderne Technik kann schon mal zu einem Hindernis werden – auch beim Essen bestellen. Das merkt ein älterer Saasenheimer (Michaela Strifler) im zweiten Sketch des Abends, als er sich und seine Familie Pizza bestellen wollte und der Verkäufer (Heike Rohr-Tomuschat) dank eines digitalen Gerätes plötzlich alles über ihn wusste – sehr zu seinem Ärger und zur Belustigung des Publikums.

Am Ende kamen alle 23 Akteure auf die Bühne und empfingen einen tosenden Abschlussapplaus. Foto: Amelie Michel
Am Ende kamen alle 23 Akteure auf die Bühne und empfingen einen tosenden Abschlussapplaus.

Als letzte Nummer enterten Piraten die Bühne und zeigten ihren Wellerman-Tanz. Sie wurden mit großem Applaus und Standing Ovations belohnt – auch hier gab es eine Zugabe. Mit Schlusslied und Polonaise endete das bunte Spektakel. Das Publikum belohnte alle Mitwirkenden mit tosendem Applaus. Jeder Performer bekam einen selbst gebastelten Orden. Auch die fleißigen Helfer in der Küche und die Verantwortlichen für Ton und Technik (Florian Tomuschat und Laetitia Hofmann) wurden geehrt.