Mit Licht und Ton verzaubert Florian Tomuschat die Bühnen
Von der Discokugel zum eigenen Unternehmen: Florian Tomuschat aus Großsachsen hat sich mit seiner Firma "et-events" in der Welt der Veranstaltungstechnik einen Namen gemacht.
Für Florian Tomuschat begann alles mit einer Discokugel. Der Veranstaltungstechniker ist seit zehn Jahren Geschäftsführer seiner eigenen Firma „et-events“, die Open-Air-Veranstaltungen, Konzerte und Comedyshows deutschlandweit mit Licht, Ton und DJ-Vermittlung versorgt. Für den 29-Jährigen ist das allerdings nur „sein teures Hobby“, hauptberuflich ist er als Schwimmmeister in Heidelberg tätig.
Schon früh wusste Tomuschat, was „seine Welt“ ist. Als kleiner Junge half er zusammen mit seinen Eltern beim Abbau des Großsachsener Rosenmontagsballs. Dort entdeckter er zufällig die Technikanlagen, über die an der Veranstaltung die Musik lief – und probierte sich freudig daran aus. „Gleich am nächsten Tag habe ich mit meinem Vater eine Discokugel gekauft“, sagt der 29-Jährige.
Im Laufe der nächsten Jahre sammelte er sich langsam sein eigenes Mischpult auf und spielte auf Partys für Freunden. Mit 19 Jahren gründete der Großsachsener seine eigene Firma „et-events“. Zusammen mit freiberuflichen Helfern hält er seitdem hinter dem Technikpult die Stellung. „Mittlerweile habe ich auch schon mit Bands zusammengearbeitet, die europaweit auf Tour sind“, erzählt Tomuschat.
Licht und Ton für Felix Lobrecht
Durch sein Engagement auf einem Stadtfest im Jahr 2018 wurde die Agentur „Yellow Concerts“ auf Tomuschat aufmerksam. Durch den Veranstalter arbeitete er anschließend mit Künstlern wie Torsten Sträter, Chako Habekost und Ikke Hüftgold zusammen.
An die Arbeit mit Comedian Felix Lobrecht erinnert sich Tomuschat besonders gerne zurück. „Er war total cool drauf“, beschreibt er den Künstler. Seine Firma war bei ein paar Shows von Lobrechts Programmen „Hype“ und „All you can eat“ für Licht und Ton verantwortlich.
Ein weiteres Event, für das er gerne die Technik machte, war der Auftritt von der Band „Die Dicken Kinder“ im vergangenen Jahr in Heddesheim. Schon als Kind war er ein großer Bewunderer der Musikgruppe. „Wenn ich mir die Videos von dem Tag anschaue, bekomme ich immer noch Gänsehaut“, schwärmt er.
Generell ist der Austausch zwischen den Künstlern und der Technik Tomuschat ein erfreulicher Aspekt seiner Arbeit. „Es ist immer ein tolles Gefühl, wenn die Bands oder die Comedians die fertig beleuchtete Bühne sehen und begeistert sind“, erklärt der Großsachsener.
Die Lichttechnik ist Tomuschats liebste Aufgabe. „Bei der Beleuchtung kann man vor Ort kreativ werden. Ich mag es, immer neue Wege zu finden, wie man die Kulissen verzaubern kann.“
Shows mit 10 000 Zuschauern
Auf seinen ungewöhnlichen Nebenberuf reagierten seine Freunde und Familie zunächst skeptisch. „Ich habe selbst nie gedacht, dass ich jemals so ein Level des Erfolgs erreiche, bei dem ich bei Veranstaltungen mit über 10 000 Zuschauern mitwirke“, staunt der 29-Jährige.
Vor allem seit Ende der Corona-Pandemie wird er mit Aufträgen überflutet – vor allem in Richtung Sommer. Im kommenden Jahr wird er „viel in der Heimat sein“ und bei lokalen Veranstaltungen für Licht und Ton sorgen.
Für das zehnjährige Jubiläum seiner eigenen Firma überlegt er sich gerade eine kleine Überraschung am Ende des Jahres.
„Ich habe am Anfang nicht geglaubt, dass ich Veranstaltungstechnik ein Jahrzehnt durchziehe“, sagt Tomuschat. „Vielleicht schaffe ich ja auch die 20 Jahre“, fügt er lächelnd hinzu.