Das ist Weinheims neue Polizeichefin
Polizeioberrätin Maren Rimmelspacher übernimmt die Leitung des Weinheimer Polizeireviers von Dagmar Pfeil.
Überraschendes Stühlerücken im Polizeirevier Weinheim: Polizeioberrätin Maren Rimmelspacher ist am 1. Oktober auf die ehemalige Leiterin Dagmar Pfeil gefolgt. Seit dem 15. Oktober hat sie das Amt auch offiziell inne, erklärt Sabine Abeln, Leiterin der Pressestelle des Polizeipräsidiums Mannheim auf Anfrage der Redaktion.
Vermutlich keine offizielle Amtseinführung
Eine offizielle Amtseinführung sei zumindest vonseiten des Präsidiums nicht geplant. Eine solche fand zuletzt im Januar 2023 in Weinheim statt, als die ehemalige Revierleiterin Dagmar Pfeil die Position von Holger Behrendt übernahm. Behrendt wiederum hatte in den neun Jahren zuvor die Geschicke des Reviers geleitet und wurde im vergangenen Jahr mit der Leitung des Stabsbereichs Technik im Polizeipräsidium Mannheim betraut.
Nun wechselte Pfeil nach nicht einmal zwei Jahren ins Landeskriminalamt Baden-Württemberg. Auf die Frage, weshalb es in diesem kurzen Zeitraum erneut zu einem Wechsel an der Spitze des Weinheimer Polizeireviers kam, heißt es aus dem Polizeipräsidium: „Entscheidungen zur Besetzung von Dienstposten im höheren Polizeidienst werden durch das Innenministerium getroffen. Frau Pfeil hatte diese Aufgabe kommissarisch übertragen bekommen“, so Abeln.
Vom mittleren bis zum höheren Dienst
Nachfolgerin Maren Rimmelspacher indes bringt jede Menge Erfahrung mit und kennt die Laufbahn einer Polizistin vom mittleren bis zum höheren Dienst. Die 43-Jährige ist seit 2001 Ordnungshüterin und begann ihre Karriere im mittleren Dienst im Polizeirevier Mannheim-Neckarstadt.
Nach einem Studium wurde sie zunächst als stellvertretende Dienstgruppenleiterin in Mannheim-Sandhofen und im Anschluss als Dienstgruppenleiterin im Polizeirevier Mannheim-Innenstadt eingesetzt. Seit 2015 befand sich die 43-Jährige in der Vorbereitung für den höheren Polizeidienst. Während dieser Zeit übte die Mannheimerin mehrere Führungsfunktionen in unterschiedlichen Bereichen des Polizeipräsidiums sowie im Innenministerium aus.
Sicherheitsempfinden ist Herzensangelegenheit
Nach Beendigung ihres Studiums zum höheren Polizeidienst im Jahr 2020 übernahm sie die Leitung eines technischen Projektes mit landesweiter Bedeutung. Das Projekt hatte zur Aufgabe, das neue Vorgangsbearbeitungssystem (VBS) für die Polizei Baden-Württemberg zu entwickeln und einzuführen. Hinter diesem etwas sperrigen Begriff steckt eines der wichtigsten Werkzeuge von Polizisten. Das VBS wird unter anderem zur Erfassung von Daten benutzt, etwa Zeugenvernehmungen und Beweismitteln. Es dient auch zur Verknüpfung von Informationen. Die Arbeit am VBS fand in einer bundesländerübergreifenden Kooperation statt.
Bislang hatte Rimmelspacher noch keinen dienstlichen Bezug zu Weinheim. Die 43-Jährige betont aber, dass ihr besonders das Sicherheitsempfinden der Weinheimer Bürger am Herzen liegt sowie deren Vertrauen, mit ihren Anliegen auf sie und ihre Kollegen zugehen zu können. Über ihr Team zeigt sich die Mannheimerin nach knapp drei Wochen begeistert: Es sei eine gute Mischung aus engagierten Polizisten, jüngeren und erfahreneren, die sie hinter sich weiß.