DAV Weinheim: „Anklettern“ schon für die Jüngsten
Zum neuen Kletterturm auf dem Gelände des Deutschen Alpenvereins in Weinheim gesellt sich jetzt auch ein Spielplatz. Möglich macht das eine Spende von Round Table.
Die kleine Fiona übt sich schon fleißig im Klettern. Noch nicht am neuen Kletterturm des Deutschen Alpenvereins (DAV), aber in direkter Nachbarschaft. Direkt hinter der Jakobshütte auf dem idyllischen Gelände in der Birkenauer Talstraße in Weinheim ist ein neuer Spielplatz entstanden, auf dem sich die kleinen Gäste austoben können – mit einer Wippe, Balancierbalken und einem Spielhäuschen mit Rutsche und Schaukel. Ein Seil zum Hochklettern darf natürlich auch nicht fehlen. Und genau das hat es dem vierjährigen Mädchen angetan.
Symbolische Spendenübergabe
Papa Lars Landgraf freut sich über die Begeisterung seiner Tochter. Schließlich ist er nicht ganz „unschuldig“ daran, dass der Spielplatz in neuem Glanz erstrahlt. Zusammen mit seinen Mitstreitern des Serciveclubs Round Table hat er die Neugestaltung der vorher brachliegenden Fläche ermöglicht. 2500 Euro stellte der Club der Sektion Weinheim des DAV zur Verfügung. „Die Hälfte der Kosten konnten damit gedeckt werden“, freute sich Jugendreferentin Myriam Pörsel bei der symbolischen Spendenübergabe.
Vielfältige Aktionen von Round Table
Round Table nutzt die Erlöse aus seinen vielfältigen Aktionen, um Projekte vor Ort zu unterstützen. „Besonders gern für Kinder“, verrät Präsident Sven Hildenbeutel. Geld konnte zum Beispiel durch das Weinheimer Gastronomiequartett gesammelt werden oder durch das Charity-Fußballcamp, das in diesem Jahr in die siebte Runde geht. Dabei stellen die Mitglieder von Round Table nicht nur Schecks aus, sondern packen auch selbst mit an, wie zum Beispiel beim Weihnachtspäckchenkonvoi unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“. Diesmal jedoch stand die finanzielle Hilfe im Vordergrund.
Praktische Unterstützung gab es dagegen von Jochen Schäfer, einem engagierten Mitglied des Alpenvereins. Der hatte unter anderem das hölzerne Spielhäuschen wieder in Schuss gebracht. Sonst hätte dem Verein die Summe von 5000 Euro wohl nicht gereicht.
Einer der schwersten Klettersteige Europas
Am Sonntag konnte der neue Spielplatz jetzt in großem Stil zum ersten Mal bespielt werden. Zur Freude der kleinen Gäste, die mit ihren Eltern zum traditionellen „Anklettern“ auf das Gelände gekommen waren. Besseres Wetter hätte sich der Alpenverein sicher gewünscht. „Aber wir sind es schon fast gewohnt, dass es zur Eröffnung der Freiluftsaison regnet“, so Karola Pluschke vom Vorstand mit Blick in den grauen Himmel. Doch echte Bergsteiger lassen sich von ein paar Tropfen den Spaß an ihrem Hobby nicht verderben. Gleich am Morgen ging es für die Gäste zusammen mit erfahrenen Mitgliedern zu Klettersteigführungen in die Jakobswand. Sie ist mit ihren 60 Metern Höhe das Schmuckstück des Sektionsgeländes. Der ehemalige Steinbruch wurde 1985 in einen aufwendig gesicherten Klettergarten umgewandelt. Heute gibt es in der Jakobswand rund 15 Routen mit weiteren Varianten. Unter den drei Klettersteigen befindet sich einer der schwersten Europas: der Karolasteig im Schwierigkeitsgrad F – benannt übrigens nach Karola Pluschke. Er führt nahezu ohne künstliche Steighilfen direkt durch die zentrale Wand.
Wer am Sonntag nicht die Gelegenheit hatte, in die Aktivitäten des Alpenvereins reinzuschnuppern, findet alles Wissenswerte auf der Homepage www.dav-weinheim.de
Neuer Kletterturm ein „Hotspot“
Wer sich das nicht zutraute, konnte am neuen „Hotspot“ üben, dem 16 Meter hohen Kletterturm. Der wurde im zurückliegenden Sommer eingeweiht. „Und wird seitdem sehr gut angenommen“, weiß Kerstin Dreier, Abteilungsleiterin Klettern. Sie selbst war am Sonntag zum ersten Mal in diesem Jahr oben. Hoch hinaus wollte auch der elfjährige Felix. Natürlich gut mit Seilen gesichert. Und auch in der Boulderhalle konnte Kraft und Technik trainiert werden.