Demo vor Weinheimer Gemeinderat für Erhalt von Viktor-Dulger-Bad
Gut 100 Menschen haben am Mittwoch für die Fertigstellung und somit den Erhalt des Viktor-Dulger-Bades in Weinheim-Hohensachsen demonstriert. Nach zwei Stunden intensiver Debatte fiel die Entscheidung über die Genehmigung von Mehrkosten im Gemeinderat einstimmig.
Weinheim. Mehr als 100 Personen haben am Mittwochabend vor dem Gemeinderat für die Fertigstellung und somit den Erhalt des Viktor-Dulger-Bades im Weinheimer Stadtteil Hohensachsen demonstriert. "Das Viktor-Dulger-Bad muss fertiggebaut werden. Für unsere Kinder, für sichere Schwimmer", stand auf einem Plakat der Jellyfish-Schwimmschule. Auf anderen Plakaten stand: "Wer nicht schwimmen lernt, geht baden" oder "Lasst unser Bad nicht untergehen".
In der Sitzung am Mittwochabend ging es im Gemeinderat um Mehrkosten von circa 1,1 Millionen Euro (wir berichteten). Sollte der Gemeinderat ablehnen, hätten ein Baustopp, Vertragskündigungen oder sogar das Aus für das Hallenbad im Raum gestanden.
So weit wollte es jedoch keiner der Stadträte kommen lassen. Seit 2024 wird das Viktor-Dulger-Bad in Weinheim saniert, fast 8,5 Millionen Euro wurden bereits freigegeben. Einstimmig wurden nun die voraussichtlichen Mehrausgaben genehmigt.
Allerdings ging der Abstimmung eine fast zweistündige Debatte voraus, bei der sich die Verwaltung viel Kritik anhören musste - sowohl hinsichtlich der Kostensteigerung als auch in Bezug auf den zeitlichen Ablauf der Sanierung und nicht zuletzt aufgrund der späten Information der Mandatsträger. Der Leiter des zuständigen Amtes räumte aber auch unumwunden ein, dass bei diesem Projekt "schiefging, was schiefgehen konnte". Ein Raunen ging durch den Sitzungssaal, als die Verwaltung mitteilte, dass bis jetzt erst 50 Prozent der Baumaßnahmen abgeschlossen sind. Dennoch sei man optimistisch, dass das Bad - mit elf Monaten Verspätung - im September 2026 tatsächlich wieder eröffnet werden kann. Weiterer Bericht folgt. (pro/dls)