Viktor-Dulger-Bad: Jetzt kann die Sanierung endlich losgehen
Um das 50 Jahre alte Bad erhalten zu können, muss die Stadt Weinheim tief in die Tasche greifen. Der Gemeinderat macht jetzt den Weg frei.
Wenn das Viktor-Dulger-Bad in Hohensachsen erhalten werden soll, dann kommt die Stadt Weinheim an einer umfangreichen Sanierung nicht vorbei. Bauchschmerzen bereitet den Stadträten, die jetzt das Geld dafür zur Verfügung stellen sollten, aber die Kosten. Die liegen nach aktuellen Schätzungen bei 8,5 Millionen Euro und damit deutlich höher als noch 2022 geplant. Damals rechneten die Planer noch mit weniger als sechs Millionen Euro.
Luft-Wasser-Wärme-Pumpe
Für Mehrkosten sorgt neben der „konjunkturelle Baupreissteigerung“ vor allem eine andere Energieversorgung als ursprünglich geplant. Weil sich die Stadt dazu verpflichtet hat, bis 2040 klimaneutral zu werden, soll jetzt keine Gasheizung mehr installiert werden, sondern eine Luft-Wasser-Wärme-Pumpe mit Wärmerückgewinnung. Außerdem sind eine Photovoltaikanlage für die Stromversorgung samt Energiespeicher sowie eine Brauchwasser-Aufbereitungsanlage geplant. Unterm Strich schlägt diese Technik allein mit knapp einer Million Euro zu Buche.
Hoffnung auf Zuschüsse
Der Gemeinderat stellte die erforderlichen Mittel einstimmig bereit, auch in der berechtigten Annahme, dass die Unterhaltungskosten durch die Sanierung gesenkt werden. Und in der Hoffnung auf Zuschüsse vom Bund. Die Sanierung wird ab Sommer 2024 als Gesamtmaßnahme durchgeführt und nicht in drei Abschnitten, wie zunächst geplant. Dadurch können die Schließzeiten reduziert werden.