Weinheim

Die Abiturienten übernehmen die Regie

Der Abiball des Weinheimer Privatgymnasiums bringt Hollywood-Flair ins Mannheimer Palazzo.

Filmreif präsentierten sich die Abiturienten des Weinheimer Privatgymnasiums beim Gruppenbild im Palazzo. Foto: privat
Filmreif präsentierten sich die Abiturienten des Weinheimer Privatgymnasiums beim Gruppenbild im Palazzo.

Man wähnte sich in Hollywood, als die Abiturienten des Privatgymnasiums Weinheim (PGW) unter tosendem Applaus über den roten Teppich in den Palazzo-Spiegelpalast einzogen. Die 45 Reifeprüflinge hatten das Programm für ihren Abiball passend zu ihrem Abimotto „Abiversal – 12 Jahre im falschen Film“ vorbereitet.

WNOZ WhatsApp-Kanal

Die Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung auf WhatsApp! Aktuelle Nachrichten aus deiner Region. Die Top-Themen jeden Mittag frisch auf dem WhatsApp-Kanal.

Impressum

Schulleiter Uwe Rahn sprach seine Glückwünsche zum bestandenen Abitur aus. Er verwies darauf, das Wesentliche nicht aus den Augen zu: den Zusammenhalt unter Freunden. Und der sei im Jahrgang besonders hoch gewesen.

Nach einem stimmungsvollen Auftritt von Clara von Fürstenberg am Piano erinnerte Matthias Schley in einer launigen und kurzweiligen Elternrede daran, welche Opfer man für das Wohlergehen seiner Kinder gebracht habe. Er rief humorvoll dazu auf, Fehler zu begehen und für diese dann auch die Verantwortung zu übernehmen. Im Anschluss bewies der Basiskurs Musik unter der Leitung von Musiklehrer Jochen Seitz mit einer dynamischen Inszenierung des Musikstückes „Rock Trap“ von William J. Schinstine, dass auch der Leistungskurs eine gute Wahl gewesen wäre.

Den richtigen Fokus finden

In der anschließenden Lehrerrede nahm Julia Augustat Bezug auf das Abimotto der Jugendlichen. Sie zeigte auf, dass die Schüler in der Vergangenheit nicht nur Wissen angesammelt, sondern vor allem wesentliche Kompetenzen erlernt hätten: „Ihr habt gelernt, die Kamera des Lebens richtig einzustellen und den richtigen Fokus zu finden!“

Für die Zukunft gab die Lehrerin den Prüflingen mithilfe der Filmhelden Rocky Balboa, Yoda, Obi-Wan Kenobi oder auch des Terminators gute Wünsche mit und rief dazu auf, jede Szene nach den eigenen Wünschen zu gestalten. Gleichzeitig erinnerte die Lehrerin daran, dass ein gutes Filmset, in dem der eigene Lebensfilm entstehe, entscheidend für den Erfolg des Filmes sei. Sie ermunterte die Jugendlichen dazu, das Filmset mitzugestalten und zu einem offeneren und toleranten zu machen.

Nach dem zum Anlass des Abends passenden Musikstück „The Winner Takes It All“ von Abba, gespielt von Clara von Fürstenberg am Piano, folgte die Schülerrede, die in diesem Jahr von der Scheffelpreisträgerin Franziska Sembach und ihrer Mitschülerin Matilda Lehmann gehalten wurde. Humorvoll blickten die beiden in Reimen auf ihre Schulzeit und insbesondere auf die Prüfungszeit zurück: „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist ein Abiturient auf dem Weg ins Schabbes geschwind.“ Sie beichteten einem amüsierten Publikum Verfehlungen des Jahrgangs während ihrer Schulzeit. So sei einmal versehentlich fast der Kiosk während einer Landheimfahrt in Brand gesetzt worden. Abschließend bedankten sie sich bei allen, die ihnen auf dem Weg zum Abitur beigestanden haben.

Mehr Komödie als Tragödie

Vor der Übergabe der Abiturzeugnisse und Verleihung der Abiturpreise wünschte Schulleiter Michael Kuhn den Abiturienten, dass ihr Leben teilweise einem Actionfilm, gerne auch manchmal einer Komödie, aber nie einer Tragödie gleichen solle. Nach einer Stärkung der Gäste mit einem Drei-Gänge-Menü eröffneten die Abiturienten die von ihnen selbst organisierte inoffizielle Feier mit einem gemeinsamen Tanz zu „Waka Waka“.

Individueller Dank an die Tutoren der Stufe, ein Männerballett, ein Kahoot-Quiz, selbstgedrehte Filme, ein Lehrerquiz sowie ein gemeinsamer Abschlusstanz rundeten den unterhaltsamen Abend ab.

Bis 2 Uhr nachts getanzt

Schulleiter Uwe Rahn forderte die Prüflinge und ihre Eltern auf, gemeinsam die Tanzrunde mit einem Wiener Walzer zu eröffnen. Nach dieser abschließenden Reifeprüfung, die von allen mit Bravour bestanden wurde, wurde zu moderneren Klängen bis zwei Uhr nachts im Zelt getanzt, gefeiert und viel gelacht.