Gorxheimertal

Drei Fragen an Kohl und Anthofer

WN und OZ konfrontieren die Bürgermeisterkandidaten vier Wochen vor der Wahl mit drei Themenkomplexen, zu denen sie Stellung beziehen können (Frage 2)

Die Redaktion hat die Bürgermeisterkandidaten Frank Kohl und Michael Anthofer gefragt: Wie hoch schätzen Sie die Bedeutung der Vereine und des Ehrenamtes? Das Engagement der Ehrenamtlichen, beispielsweise auch bei der Feuerwehr, zu unterstützen, steht bei beiden auf der Agenda. Foto: Fritz Kopetzky
Die Redaktion hat die Bürgermeisterkandidaten Frank Kohl und Michael Anthofer gefragt: Wie hoch schätzen Sie die Bedeutung der Vereine und des Ehrenamtes? Das Engagement der Ehrenamtlichen, beispielsweise auch bei der Feuerwehr, zu unterstützen, steht bei beiden auf der Agenda.

Im Vorfeld der Bürgermeisterwahl in Gorxheimertal haben die Kandidaten Frank Kohl und Michael Anthofer die Möglichkeit, sich unter anderem beim Forum von Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung – Donnerstag, 21. September, 19 Uhr im Bürgerhaus in Gorxheimertal – dem Publikum zu präsentieren. Unsere Redaktion hat zudem den beiden Kandidaten drei Fragen zu drei Themenkomplexen gestellt und sie darum gebeten, diese in einem vereinbarten Umfang zu beantworten (die Stellungnahmen veröffentlichen wir im Wortlaut). Im ersten Teil ging es um die Haushaltswirtschaft der Gemeinde (wir haben berichtet). Der zweite Teil beschäftigt sich nun mit dem Thema Ehrenamt. Diese Frage hatten wir gestellt:

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Wie hoch schätzen Sie die Bedeutung der Vereine und des Ehrenamtes? Wollen Sie beides im Falle Ihrer Wahl unterstützen? Wenn ja, wie wollen Sie das tun?

Stützen der Gemeinde

Frank Kohl: Vereine sind Stützen unserer Gemeinde und das Ehrenamt muss einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft haben. Meine ganze Familie ist in Vereinen im Ort aktiv. Ich bin selbst in verschiedenen Klubs Mitglied und aktiv beim DRK. Daher habe ich einen guten Einblick in die Belange von Vereinen und insbesondere Feuerwehr und Rettungsdienst. Ich bin stolz, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger im Ort in den Vereinen engagieren. Alle Aktiven bringen sich ein für die Gemeinschaft, erleben Gemeinschaft, bauen Freundschaften und Netzwerke auf und entwickeln ihre Persönlichkeit. Vielen Dank.

Die aktive Arbeit in einem Verein ist also prägend besonders für junge Menschen. Wir müssen daher Kinder weiter und verstärkt für unsere Vereine begeistern. Kooperationen mit den Kindergärten oder der Schule wären hier ein Ansatz. Selbstverständlich ist die finanzielle Vereinsförderung ein Thema. Nicht minder wichtig ist jedoch die Vernetzung der Vereine untereinander und jenseits von Grenzen. Ich möchte mich mit allen Vereinsvertretern und Verantwortungsträgern zusammensetzen, gemeinsam Synergien ermitteln, bestehende Netzwerke ausbauen und neue knüpfen.

In Sachen Rettungswesen werden zu viele Dinge für selbstverständlich erachtet. Man stelle sich vor, was in einer Notlage wäre, wenn es keine oder eine nicht ausreichende Anzahl freiwilliger Helferinnen und Helfer geben würde. Wir haben eine leistungsfähige Feuerwehr. Mehr Freiwillige zu gewinnen ist das Ziel, um auch zukünftig den Herausforderungen gewachsen zu sein. Gemeinsam mit dem Gemeindebrandinspektor und schließlich den Kameradinnen und Kameraden möchte ich ein Konzept erarbeiten für die Zukunft unserer Wehr.

Fördermöglichkeiten nutzen

Michael Anthofer: Die Vereine haben bei mir einen sehr hohen Stellenwert, nicht umsonst habe ich diese bereits in meinem 5-Punkte-Plan erfasst und bewusst in den vergangenen Wochen Gespräche mit Vereinen und deren Mitgliedern gesucht. Ich konnte in zahlreichen Gesprächen Anregungen und Ideen aufnehmen und möchte diese Anliegen auch angehen.

„Ohne Vereinsleben ist im Dorf nichts los“, so wurde ich bereits mehrfach zitiert. Ich möchte gezielt Fördermöglichkeiten nutzen und auch hierbei die Vereine nicht außer Acht lassen. Fördertöpfe gibt es für alle Bereiche, jedoch das Finden des richtigen und die Beantragung der Fördermittel stellt Vereine oftmals vor eine große Herausforderung. Hier möchte ich seitens der Gemeinde unterstützend tätig werden und eine Haushaltsstelle gezielt für „Fördertöpfe“ generieren. Es profitieren hierdurch die Vereine und die Gemeinde gleichermaßen.

Gorxheimertal hat eine Fülle von Vereinen, sie bieten einen Ort der Begegnung und des Kontaktes, für deren Erhalt ich mich bewusst aussprechen möchte. Ehrenamtliches Engagement, sei es in einem der Vereine oder auch zum Beispiel bei der Freiwilligen Feuerwehr, ist nicht selbstverständlich. Ehrenamtliche opfern ihre Freizeit zum Wohle der Allgemeinheit. Durch die Jugendarbeit wird den zukünftigen Generationen eine Möglichkeit geboten, sich in der Gesellschaft zu integrieren, und neben dem Freizeitangebot werden bereits von klein auf Weichen für das ganze Leben gestellt. Als Polizeibeamter ist mir dieser Stellenwert sehr bekannt und ich möchte mich auch hier nochmals ausdrücklich hinter die Freiwillige Feuerwehr stellen. Die Aufopferung des eigenen Lebens für Mitmenschen ist ehrenwürdig und keinesfalls selbstverständlich. Vielen Dank dafür.