Hirschberg

Erhöhung der Zuschüsse für die RNV-Linie 5 ab dem nächsten Jahr

Die Hirschberger müssen sich auf steigende Kosten einstellen. Eine Neukalkulation der Wassergebühren und des Zuschusses für die RNV führt zu Mehrbelastung.

Der ÖPNV wird für Hirschberg mal wieder teurer. Ab 2024 zahlt die Gemeinde 50 000 Euro mehr für die RNV-Linie 5. Foto: Fritz Kopetzky
Der ÖPNV wird für Hirschberg mal wieder teurer. Ab 2024 zahlt die Gemeinde 50 000 Euro mehr für die RNV-Linie 5.

Eine intakte Infrastruktur kostet Geld. Dies Erfahrungen machen die Hirschberger jetzt einmal mehr. Von der Erhöhung der Wassergebühren sind sie direkt betroffen, von der Erhöhung des Zuschusses an den ÖPNV (RNV-Linie 5) indirekt. So bewilligte der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung einer Erhöhung des Wasserpreises von derzeit 1,80 Euro je Kubikmeter auf 1,91 Euro ab dem 1. Januar 2024. Beim Schmutzwasser sinkt der Preis je Kubikmeter von derzeit 2,22 Euro auf 2,16 Euro. Die Niederschlagsbeseitigung kostet je Kubikmeter ab 2024 0,54 Euro statt 0,39 Euro. Hintergrund dieser Erhöhungen beziehungsweise Senkung ist die Neukalkulation durch die Allevo Kommunalberatung. Im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden liege man aber noch recht gut, betonte Bürgermeister Ralf Gänshirt. Ähnlich äußerten sich Alexander May (Freie Wähler), Monika Maul-Vogt (GLH), Tobias Rell (FDP), Ellen Keiner Jost (SPD) und Ferdinand Graf von Wiser (CDU); sie stimmten der „moderaten Erhöhung“ zu.

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Eine Neukalkulation gibt es auch bei den Zuschüssen für die RNV-Linie 5. Dadurch dass sich der Nutzzugkilometer von 5,91 auf 6,28 Euro im nächsten Jahr erhöht und auch der Systemzuschlag von acht auf zehn Prozent steigt, muss die Gemeinde rund 50 000 Euro mehr bezahlen. Dann sind es knapp 760 000 Euro. Zur Erinnerung: Der Systemzuschlag wurde 2016 auf Vorschlag des Landrats Stefan Dallinger als Ausgleichsmaßnahme eingeführt, weil sich Schriesheim und Edingen-Neckarhausen benachteiligt fühlten.

Land will einsteigen

Die neuen Finanzierungsvereinbarungen gelten nur für ein Jahr. Laut Bürgermeister Gänshirt gibt es nämlich neue und hoffnungsfrohe Entwicklungen: Zwischen Landrat und Stuttgart werden „vielversprechende Verhandlungen“ über den Einstieg des Landes in die Finanzierung des ÖPNVs an der Bergstraße geführt. FW-Gemeinderat May, der sonst immer etwas an den höheren Zuschüssen zu bemängeln hatte, äußerte sich dieses Mal „sehr zahm“. Die Preissteigerung von 6,4 Prozent entspreche der Inflationsrate, sei logisch und der allgemeinen Preisentwicklung geschuldet. Sie sei nachvollziebhar. CDU-Gemeinderat Matthias Dallinger lobte den ÖPNV, sah allerdings noch Verbesserungsbedarf beim Service: „Die Züge sind morgens dreckig. Zudem werden die Fahrzeiten nicht eingehalten. Und ich habe das Gefühl, dass bei uns das alte Geraffel, welches die Städte nicht mehr brauchen, rumfährt“, sagte er und forderte, dass die Rhein-Neckar-Tram (RNT), das erste Fahrzeug der neuen Straßenbahngeneration der RNV, welches zur Buga eingeführt wurde, auch an der Bergstraße fährt.