Etwa 50 Teilnehmer bei Klimaprotest im Weinheimer Schlosspark
Kurzer Schneefall im Schlosspark begleitete den Klimastreik in Weinheim, bei dem über 50 Teilnehmer ein Zeichen für den Klimaschutz setzten.
Weinheim. Als hätte das Klima einen Moment innegehalten: Pünktlich zum Start des deutschlandweiten Klimastreiks begann es am Freitagnachmittag auf der „Rodelwiese“ im Weinheimer Schlosspark leicht zu schneien – ein seltener Anblick in diesen Zeiten. Das letzte Bild in unserem Zeitungsarchiv des schneebedeckten Hügels datiert aus dem Januar 2021.
Rund 50 Teilnehmer hatten sich eingefunden, ausgerüstet mit Plastikbobs, Holzschlitten, Skiern und warmen Pudelmützen, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen und sich für ein Gruppenfoto auf der grünen Schlosswiese zu versammeln. Die Ortsgruppe Weinheim des BUND hatte zur Demonstration aufgerufen und ursprünglich mit etwa 20 Teilnehmern gerechnet. Umso größer war die Freude von Jörg Steinbrenner, als sich die Menge mehr als verdoppelte. „Das zeigt, dass das Thema nichts von seiner Dringlichkeit verloren hat“, betonte der erste Vorsitzende.
Dieser Januar reiht sich erneut in die Liste der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ein. In seiner kurzen Ansprache erinnerte Steinbrenner daran, dass es einst ganz selbstverständlich gewesen sei, im Schlosspark Schlitten zu fahren. Sein Blick fiel dabei auf die grüne Wiese. Die Veranstaltung im Schlosspark wurde von vier Polizeibeamten begleitet – zu tief sitzt noch der Schock des jüngsten Terroranschlags in München. Bundesweit schlossen sich zahlreiche Städte und Gemeinden der Aktion an, die vom BUND, NABU und Parents4Future organisiert wurde.